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Lotus hofft auf mehr Glück in China: Endlich erste Punkte?

Lotus möchte in China endlich einmal seine Pace in Punkte ummünzen und sieht sich für Schanghai gut gerüstet - Jolyon Palmer bestreitet erstes Training

(Motorsport-Total.com) - Null Punkte und drei Ausfälle sind sicherlich nicht die Bilanz, mit der Lotus gerne nach China gereist wäre. Mit dem E23 sollte in Enstone alles besser werden, doch bislang war das Team eher vom Pech verfolgt. Aber alle Fans von Pastor Maldonado und Romain Grosjean können sich trösten: Es kann nicht mehr schlimmer werden - zumindest ist die Wahrscheinlichkeit dafür sehr gering.

Romain Grosjean

Lotus möchte seine Pace auch gerne einmal in Punkte ummünzen Zoom

Denn bislang kamen beide Piloten auf dem Shanghai International Circuit stets ins Ziel - selbst der Venezolaner, der bislang in vier von fünf Fällen in beiden Auftakt-Grands-Prix ausgefallen war, wusste in China dann stets mit perfekter Zuverlässigkeit zu glänzen. 2012 holte er als Achter im Williams auch sein damals erst zweites Punkteergebnis, Grosjean feierte im gleichen Rennen gar sein Punktedebüt mit Rang sechs.

"Auch 2013 habe ich Punkte geholt, hoffentlich ist das ein gutes Omen", wirft der Franzose ein, der aber davon ausgeht, dass die Strecke dem Lotus besser liegen sollte. Zum einen gibt es in Schanghai viele lange Geraden - und eine sehr lange - auf denen der Mercedes-Motor seine Vorteile ausspielen kann. Zum anderen ist es in China meistens deutlich kälter als zuletzt in Malaysia, was dem Auto anscheinend nicht besonders gut geschmeckt hat.

Erste Kurve überstehen

Doch Grosjean bleibt vorsichtig: "Schanghai ist eine spezielle Strecke, von daher sind Prognosen schwierig. Es ist immer ziemlich kalt und die Vorderachse stößt an ihre Grenzen, während man Untersteuern vermeiden möchte. Aber ich denke, dass wir die nötigen Mittel haben, um das Auto zum Funktionieren zu bringen, und ich bin sicher, dass wir ein gutes Rennen haben werden."

Pastor Maldonado

Pastor Maldonado wurde zweimal Opfer der ersten Kurve Zoom

Teamkollege Pastor Maldonado würde zumindest gerne die erste Kurve unfallfrei überstehen, nachdem er in Australien und Malaysia Opfer von Kollisionen wurde, doch die Schneckenkurve zu Beginn ist knifflig, weiß er. "Man muss die Möglichkeiten abwägen, zwischen Plätzen gewinnen und riskieren, sie zu verlieren", so der Venezolaner. "Die erste Kurve ist interessant, weil man mit guter Geschwindigkeit in die Rechtskurve fährt, die schließlich in die enge zweite Kurve führt, daher kann es schon einmal eng zugehen."

Doch ist diese Hürde erst einmal genommen, dann rechnet er mit einem guten Rennen, wie es der Lotus schon in Ansätzen in Malaysia gezeigt habe. "Schanghai ist eine technische Strecke mit einer der längsten Geraden der Saison, und es wird gut zu sehen sein, welchen Topspeed wir erreichen können, da wir in den Messpunkten ziemlich stark waren bisher. Es gibt auch schnelle und mittelschnelle Kurven, wo man einen guten Anpressdruck braucht."

Mit neuen Updates nach vorne?

Trotz der guten Vorzeichen rechnet der GP2-Meister von 2010 allerdings mit einer ähnlichen Performance wie zuletzt bei den ersten beiden Saisonläufen. Das heißt: im Qualifying und Rennen um die Top-10-Plätze kämpfen. "Aber lasst uns sehen, wie die Streckenbedingungen sind, wie das Wetter ist, wie sich das Auto anfühlt und wie gut wir das Setup hinbekommen. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir um gute Positionen kämpfen können", so Maldonado.

Damit die Vorstellung auch umgesetzt werden kann, hat Lotus einige Upgrades ans Auto gebracht: "Wir haben Bodywork-Upgrades an Front und Heck des Autos", bestätigt Technikchef Nick Chester. "In Kombination dazu haben wir ein ordentliches Upgrade-Paket, das sich vornehmlich auf die Verbesserung des Abtriebs konzentriert." Co-Teamchef Federico Gastaldi ist derweil überzeugt, dass Lotus schon die richtige Pace besitzt. "Jetzt müssen wir nur noch an den richtigen Positionen sein, wenn die Zielflagge fällt", sagt er.

Einsatzchance für Jolyon Palmer

Für Lotus ist China auch in anderer Hinsicht ein wichtiger Event. Erst vor kurzem hat man mit Adderly Fong einen weiteren Entwicklungspiloten bekanntgegeben, der ein wichtiger Faktor für die Bindung an das Milliardenreich werden kann. Ins Auto setzen darf sich der Mann aus Hongkong aber noch nicht, dafür erhält ein anderer Testpilot im ersten Training die Chance, sich hinters Steuer zu klemmen: Jolyon Palmer.

Jolyon Palmer, Carmen Jorda

Jolyon Palmer darf ins Auto, Entwicklungspilotin Carmen Jorda nicht Zoom

Der aktuelle GP2-Champion erhält in Schanghai seinen ersten Einsatz im Rahmen eines Formel-1-Wochenendes. "Jolyon ist ein wichtiger Teil des Teams, von daher war es wichtig für uns, dass er schon so früh im Auto sitzen darf", erklärt Gastaldi. Seine To-Do-Liste wird laut Chester aus den gleichen Aufgabe wie bei den Stammpiloten bestehen: Aero-Evaluation, Setup-Arbeiten und auch Longruns.

"An den ersten beiden Rennwochenenden hat es noch Sinn ergeben, dass unsere Stammpiloten so viel Zeit wie möglich im Auto bekommen, aber jetzt können wir beginnen, einige von Jolyons Talenten im ersten Training auszuführen", meint Gastaldi weiter und bestätigt, dass der Brite auch in Zukunft weitere Einsätze im ersten Training bekommen wird.

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