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  • 21.06.2014 · 21:50

  • von Dieter Rencken, Dennis Hamann

Lieber schwarz-weiß als grau: Fahrer begrüßen softe Stewards

Die FIA hat angekündigt, zukünftig nicht mehr bei allen Vergehen in Zweikämpfen sofort Strafen auszusprechen - die Fahrer begrüßen diese Entscheidung

(Motorsport-Total.com) - Die Regelwut in der Formel 1 kennt kaum Grenzen. Es gibt fast nichts, was nicht geregelt ist, so auch bei den Strafen. Vor allem in Zweikämpfen will die FIA jetzt weniger sanktionieren und mehr "pures Racing" zulassen. Die Fans und Fahrer freut es. Böse Zungen behaupten sogar, die Fahrer würden sich schon nicht mehr wirklich trauen zu überholen, wenn es in fast jeder Situation Strafen hagelt.

FIA-Pressekonferenz

Die Fahrer sind sich einig, dass weniger Strafen der Formel 1 gut tun werden Zoom

Romain Grosjean meint dazu aber: "Wenn ich jemanden überholen will, denke ich nicht über eine mögliche Strafe nach. Wenn man auf Platz 16 ist und noch zehn Runden zu fahren sind, dann macht man nichts Verrücktes. Ist man aber Elfter, kann man es probieren." Pastor Maldonado, selbst ein häufiger Gast bei der Rennleitung, sieht es etwas differenzierter: "Ich hoffe nur, dass alle gleich behandelt werden. Für alle Fahrer, ist Konstanz sehr wichtig. Man muss abwägen, wie die Umstände sind, und nicht, wer der Fahrer war. Überholen ist Überholen und wird jetzt hoffentlich besser und genauer."

Für Fans, Teams und Fahrer ist es oft auch ein Problem, dass man selbst noch Stunden nach dem Rennen nicht genau weiß, ob das Ergebnis tatsächlich so bleibt. Das meint auch Fernando Alonso: "Man macht etwas im Rennen und fünf Stunden später gibt es dann eine Strafe. Das ist etwas, was wir alle vermeiden wollen. Wir brauchen bei den Regeln mehr schwarz und weiß." Und auch Nico Hülkenberg stößt in dieses Horn: "Es muss Racing geben. Wenn irgendjemand eine hirnrissige Aktion macht, müssen die Stewards sich das schon ansehen. Generell bin ich aber ein Fan davon, dass man Racing einfach Racing sein lässt."


Großer Preis von Österreich

Außerdem meint Hülkenberg auch, dass "es schon viel in letzter Zeit war. Es gab viele Untersuchungen, viele Entscheidungen. Ich führe da ehrlich gesagt keine Statistiken und weiß auch nicht bei jedem Fahrer, wer wann was hatte. Ich schaue natürlich immer nur auf mich und vielleicht maximal noch meinen Teamkollegen." Auf die Frage, ob er inzwischen anders in die Zweikämpfe gehe, meint Hülkenberg nur: "Ich glaube nicht, denn ich fahr immer so hart wie möglich, bleibe dabei aber größtenteils fair. Von daher ändert sich für mich, glaube ich, nichts."

Kevin Magnussen sagt zu den neuen Regeln bezüglich der Strafen in Zweikämpfen nur: "Ich denke nicht, dass es zu mehr Kontakt führen wird. Wir werden weiterhin versuchen, eine Kollision zu vermeiden. Es wird nicht viel verändern." Und auch Jenson Button teilt diese Meinung: "Man fährt nicht raus, um ein anderes Auto zu treffen."

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