powered by Motorsport.com

Lewis Hamilton: Melbourne-Erfahrung 2020 war "unwirklich"

Das Coronavirus sorgte dafür, dass der Große Preis von Australien 2020 kurzfristig abgesagt werden musste - Für Lewis Hamilton war das Wochenende "unwirklich"

(Motorsport-Total.com) - Der Große Preis von Australien 2020 wird als der Grand Prix in die Formel-1-Geschichte eingehen, der nie stattgefunden hat. Nachdem man den Medientag am Donnerstag noch ganz regulär absolviert hatte, wurde der Grand Prix in der folgenden Nacht abgesagt, weil es einen Coronafall im McLaren-Team gab. Die Autos gingen nie auf die Strecke.

Lewis Hamilton, Daniel Ricciardo

Lewis Hamilton hatte am Donnerstag in Melbourne bereits kein gutes Gefühl Zoom

Lewis Hamilton äußerte damals bereits am besagten Donnerstag heftige Kritik daran, dass die Formel 1 angesichts der beginnenden Coronakrise überhaupt nach Australien gereist war. Er warf der Königsklasse vor, nur des Geldes wegen nach Melbourne geflogen zu sein. In einem Video auf dem Mercedes-YouTube-Kanal erinnert er sich an das Wochenende zurück.

"Es hat das ganze System aufgerüttelt. Am Donnerstag habe ich meine Meinung dazu geäußert, ob wir überhaupt da sein sollten", spielt Hamilton auf seine Kritik an. "Am nächsten Morgen habe ich mich dann schon darauf gefreut, ins Auto zu steigen", gesteht er. Denn abgesehen von den äußeren Umständen wäre er das Rennen gerne gefahren.


Fotostrecke: Zehn riskante Formel-1-Teamwechsel, die sich ausgezahlt haben

"Aber dann hieß es, dass war [am Freitagmorgen] nicht an die Strecke fahren. Das war ziemlich unwirklich. Wir waren uns nicht sicher, was passiert", erinnert sich Hamilton zurück. In der Nacht war die Entscheidung gefallen, das Rennen abzusagen. Einige Piloten reisten daraufhin noch in den frühen Morgenstunden zurück in ihre Heimat nach Europa.

"Aber ich bin das ganze Wochenende dort geblieben", berichtet Hamilton und verrät: "Es war hart, denn es ist meine 14. Saison [in der Formel 1], und jedes Jahr weiß ich genau, wie ich mich vorbereiten muss, damit wir besser als je zuvor zum ersten Rennen kommen. Jedes Jahr verbessert man sich noch etwas. Und dann gab es kein Rennen."

"Die Tage waren definitiv schwierig. Etwas, was man liebt, wird einem nicht weggenommen, aber es passiert momentan eben nicht. Ich vermisse das Fahren", so Hamilton, der seit dem Barcelona-Test in Februar nicht mehr in seinem Mercedes saß. Es bleibt zu hoffen, dass allen Beteiligten beim geplanten Saisonauftakt in Spielberg Anfang Juli ein ähnliches Szenario wie in Melbourne erspart bleibt.

Neueste Kommentare

Noch kein Kommentar vorhanden!
Erstellen Sie jetzt den ersten Kommentar