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Langeweiler Sotschi: Droht am Sonntag der nächste Gähn-Grand-Prix?

Warum es so schwierig ist, auf der Bahn in Sotschi zu überholen, und wieso es 2018 Hoffnung auf Besserung gibt - Starposition zwei könnte besser sein als Pole-Position

(Motorsport-Total.com) - Die Formel 1 muss sich auf ein zähes "Vergnügen" einstellen, wenn am Sonntag das Rennen zum Russland-Grand-Prix (Formel 1 2018 live im Ticker!) gestartet wird. 31 Überholmanöver waren auf der Strecke in Sotschi 2016 zu sehen, nur 18 im vergangenen Jahr. Red-Bull-Pilot Max Verstappen macht wenig Hoffnung auf Besserung: "Der Kurs müsste schon ein einziges großes Oval werden!"

Streckenposten in Sotschi

Ein Rennen in Sotschi. Oder: So langweilig kann die Formel 1 sein Zoom

Das Problem der Bahn: Durch die vielen schnellen Kurven ist das Hinterherfahren hinter einem anderen Auto extrem schwierig, die sogenannte Dirty Air stört. Dazu lässt der glatte Asphalt die Reifen in nur sehr geringem Maße verschleißen - Tempounterschiede kommen so also nicht zustande.

"Man muss 1,4 oder 1,5 Sekunden pro Runde schneller sein als der Vordermann, um zu überholen", moniert Weltmeister Lewis Hamilton. "Dann gibt es hier jedes Jahr derart harte Reifenmischungen, dass man locker mit einem Stopp durchfahren oder das komplette Rennen auf einem Satz bestreiten kann." Er hoffe, dass die FIA und Pirelli aus den jüngsten Gähn-Grands-Prix gelernt hätten.

Der Papierform zufolge ja: Mit Hypersoft, Ultrasoft und Soft werden am Wochenende zwei der drei weichsten Varianten aus dem Regal angeliefert, dazu die DRS-Zonen um einige Meter verlängert.


Fotostrecke: Fahrer über Sotschi: Fahrspaß bei wenig Grip

Kimi Räikkönen ist dennoch skeptisch: "Es it eine von diesen Strecken, auf denen man das Gefühl hat, man könne aggressiver fahren, aber tatsächlich fährt man dann langsamer." Heißt, dass das Layout und der Asphalt dazu verleiten, den Wagen zu überfahren und die Pneus überhitzen zu lassen, was das Überholen erst recht unmöglich macht. Ein Teufelskreis für die Action und die Fans.

Hamilton wünscht daher mehr Bahnen wie Austin oder Baku, die durch lange Geraden und harte Bremspunkte auffallen. Ideale Voraussetzungen, um einen Konkurrenten auszubremsen. "Überhaupt, alle neuen Strecken sollten doch aussehen wie Baku", scherzt Racing-Point-Fahrer Sergio Perez mit Blick auf die 1,3 Kilometer lange Gerade in Aserbaidschan - die längste im Kalender.

Allerdings gibt es in Sotschi ebenfalls eine 1,1 Kilometer lange Gerade, der eine sehr langsame und enge Kurve vorausgeht - und trotzdem passiert nach der Durchfahrt eines minimalen Rechtsknicks (Kurve 1) in der ersten Anbremszone vor Kurve 2 meistens nichts. Außer am Start. Valtteri Bottas meinst deshalb sogar, dass Position zwei an der grünen Ampel vorteilhaft sein könnte, weil sie erlaubt, sich in den Windschatten des Pole-Setters zu hängen und ihn sich zu schnappen. Aber auch wirklich nur am Start.

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