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Kurios: Justin Wilson verkauft sich selbst

Newcomer Justin Wilson will Anteile von sich selbst verkaufen und so das nötige Geld für seinen Verbleib in der Formel 1 auftreiben

(Motorsport-Total.com) - Eine kuriose Geschäftsidee hat heute Minardi-Pilot Justin Wilson im Rahmen der Präsentation des neuen PS03 vorgestellt: Der junge Brite will Anteile von sich selbst verkaufen und so jene finanziellen Mittel auftreiben, die notwendig sind, wenn er in der Formel 1 bleiben möchte.

Justin Wilson

Formel-1-Neuling Justin Wilson will Anteile von sich selbst verkaufen Zoom

Das Konzept ist simpel: Wilson hat eine Firma gegründet, die 'Justin Wilson Plc.', in die all seine Einkünfte fließen werden. Investoren, die ein Minimum von 500 Pfund anlegen müssen, haben dann die Möglichkeit ? abhängig vom Erfolg des Projekts ? ihre Einlage zu verdoppeln. Außerdem verspricht Wilson, zehn Prozent seiner Einkünfte an die Teilhaber auszuschütten ? quasi eine Dividende, wenn man den Vergleich zum Aktienmarkt heranziehen will. Allerdings wurde auch auf das Risiko hingewiesen, dass Minardi unter Umständen die Saison nicht beenden wird.

Um Interessenten zu finden, stellte Wilson in Zusammenarbeit mit seinem Manager Dr. Jonathan Palmer, der früher selbst Rennen in der Formel 1 gefahren ist, eine 34-seitige Werbeschrift zusammen, die er nun an den Grand-Prix-Wochenenden und abseits davon in Umlauf bringen will. Interessant auch, dass er sich 2003 selbst nur ein Gehalt von 50.000 Pfund auszahlen will, mit einer vorgesehenen jährlichen Lohnerhöhung von jeweils 25.000 Pfund in den beiden Folgejahren.

"Ich denke, es ist ziemlich aufregend", so der 24-Jährige gegenüber 'Autosport' über seine äußerst kuriose Idee. "Es ist ein neues System. Wir haben lange gebraucht, um es auf die Beine zu stellen, daher freut es mich besonders, dass ich es heute vorstellen kann." Damit ist auch der Vorwurf von Anthony Davidson entkräftet, der Wilson unterstellt hatte, des Geldes wegen auf den guten Willen seines Vaters angewiesen zu sein.

Manager Palmer unterstrich indes, dass sich sein Schützling mit einem für Formel-1-Verhältnisse sehr bescheidenen Gehalt zufrieden geben will: "Justin ist entweder gar nicht in der Formel 1 oder eben auf dieser Basis. Er träumt nicht wegen der Privatjets und Yachten und Appartements in Monaco davon. Ich glaube nicht, dass sich irgendein anderer Fahrer 2005 mit jährlich 100.000 Pfund zufrieden geben würde."

Randnotiz: Paul Stoddart hat Wilsons Prospekt genau durchgelesen und angedeutet, eventuell ein ähnliches Konzept für sein Team in die Wege zu leiten.

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