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Keine Stallorder: Bottas und Hamilton dürfen frei fahren

Bei Mercedes verzichtet man weiterhin auf eine Stallregie und wird Valtteri Bottas und Lewis Hamilton in der Formel-1-Saison 2017 frei gegeneinander fahren lassen

(Motorsport-Total.com) - Auch nach dem Abgang von Weltmeister Nico Rosberg soll es bei Mercedes weiterhin keinen Eingriff von der Boxenmauer geben. Niki Lauda, Aufsichtsratsvorsitzender des Teams, hat gegenüber 'RTL' bestätigt, dass Neuzugang Valtteri Bottas die gleichen Rechte wie Teamkollege Lewis Hamilton erhalten wird. "Wir machen es so wie immer: beide Fahrer können volle Pulle frei fahren. Das hat sich bei Mercedes nie geändert, und das wird sich auch in Zukunft nicht ändern", versichert er.

Lewis Hamilton, Valtteri Bottas, Justin Wilson

Werden sich Lewis Hamilton und Valtteri Bottas irgendwann in die Haare kriegen? Zoom

"Wir haben natürlich mit Lewis geredet und ihm erklärt, dass Bottas mit ihm gemeinsam fahren wird. Lewis hat damit überhaupt kein Problem - Bottas auch nicht", so der 67-Jährige. Obwohl Hamilton und Rosberg in den vergangenen Jahren mehrfach aneinandergerieten, ließ Mercedes die beiden stets frei gegeneinander fahren. Auch der heftige Crash in der ersten Runde in Barcelona im vergangenen Jahr änderte daran nichts.

"Wir haben ganz klar einen Fahrer gesucht, der zu unserem Team passt. Wir hatten bisher immer zwei Topfahrer, die um die Weltmeisterschaft kämpfen konnten", erinnert Lauda. "Nico und Lewis waren das beste Beispiel. Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen: einmal war der eine vorne, einmal der andere. In den letzten drei Jahren haben sie alles gewonnen, was man gewinnen kann."

"Ich bin sehr froh, dass wir ihn kriegen konnten", erklärt Lauda im Hinblick auf die Verpflichtung von Bottas und verrät: "Es war natürlich schwierig, das Problem (Rosbergs überraschender Rücktritt; Anm. d. Red.) zu lösen. Aber Bottas ist der beste Mann. Ich glaube, dass er ähnlich schnell fahren kann wie Nico." Folglich hat Bottas bei den Silberpfeilen nun große Fußstapfen zu füllen.


Fotostrecke: Die Karriere des Valtteri Bottas

Die Chefetage erwartet von dem Finnen nicht, dass er lediglich den Wasserträger für Hamilton spielt. Er soll den dreimaligen Champion durchaus unter Druck setzen und ihn zu Höchstleistungen treiben, wie es in den vergangenen Jahren auch Rosberg tat. Bottas' "Erfahrung" und seine "Geschwindigkeit" seien "der Anlass gewesen, ihn zu nehmen." Mit ihm im Cockpit könne man "beruhigt" in die Saison 2017 starten.

"Er ist ein ruhiger Finne, was mich persönlich freut", erklärt Lauda. "Er redet nicht viel, er ist ein harter Arbeiter. Ich kenne ihn ja schon seit Jahren - und Toto Wolff natürlich auch. Ich Glaube, dass er wirklich gut ins Team passt. Die Aufregung, die ich nach dem Verlust von Nico auch hatte, hat sich komplett gelöst. Ich bin relaxt, weil ich glaube, dass wir mit ihm jetzt eine ebenbürtige Fahrerpaarung - so wie im letzten Jahr - haben."

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