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Keine Nachverhandlungen: Chase Carey sagt Silverstone ab

Obwohl Bernie Ecclestone abgesetzt wurde, haben die von ihm abgeschlossenen Verträge noch immer Bestand - Chase Carey lehnt Nachverhandlungen ab

(Motorsport-Total.com) - Die Entmachtung von Bernie Ecclestone weckte bei mehreren Grand-Prix-Organisatoren die Hoffnung auf bessere Konditionen. Auch der British Racing Drivers' Club (BRDC) begrüßte die Absetzung von Ecclestone, weil das Formel-1-Rennen in Silverstone bereits seit einer Zeit in großen finanziellen Schwierigkeiten steckt. Ecclestone-Nachfolger Chase Carey macht nun allerdings klar, dass er die bestehenden Verträge mit den Rennstrecken nicht einfach zerreißen wird.

Chase Carey

Chase Carey möchte die Ecclestone-Verträge nicht einfach zerreißen Zoom

"Wir werden mit Silverstone nicht nachverhandeln", kündigt Carey in der 'Mail on Sunday' an. "Wir werden aber mit ihnen arbeiten, um gute Partner zu sein", verspricht er und präzisiert: "Wir wollen Silverstone helfen, das Rennen zu promoten. Wenn es in London ein NFL-Spiel gibt, sind die Shops in der Regent Street (Shoppingmeile in London; Anm. d. Red.) voll davon."

"So etwas in der Art wollen wir auch mit dem britischen Grand Prix machen. Außerdem wollen wir das Event vergrößern. Das Rennen soll nur das Zentrum einer Show sein, die das gesamte Wochenende umfasst", erklärt Carey, der damit erneut Pläne andeutet, die Formel 1 in Zukunft an große Events wie den Superbowl anzunähern. Erleichterte Konditionen für die Organisatoren gibt es allerdings - zunächst - nicht.

Trotzdem sei der Grand Prix in Silverstone "ein wichtiges Rennen im Kalender", so Carey, der betont, dass man die europäischen Traditionsstrecken gerne behalten möchte. Zuletzt gab es Gerüchte, Silverstone könne den bis 2026 laufenden Formel-1-Vertrag vorzeitig kündigen und die Königsklasse 2019 zum vorerst letzten Mal begrüßen. Sollte es zu diesem Fall kommen, müsste ohnehin neu verhandelt werden.