powered by Motorsport.com
  • 22.02.2006 · 19:58

Keine Erleuchtung durch Toyotas neue Aerodynamik

Die neue Aerodynamik des Toyota TF106 nahm es in Barcelona erstmals mit der Konkurrenz auf, auf die Bestzeit fehlte aber beinahe eine Sekunde

(Motorsport-Total.com) - Toyota war das erste Team, welches mit dem neuen Auto die Testfahrten aufnehmen konnte, doch an der Aerodynamik feilten die in Köln ansässigen Japaner noch bis vor zwei Wochen. Nach der Testpremiere in Vallelunga stellte man das Bodywork heute in Barcelona erstmals dem direkten Vergleich mit der Konkurrenz - und wurde ein wenig enttäuscht.

Ralf Schumacher

Bei Toyota wurden heute in Barcelona unter anderem Boxenstopps geübt

Ralf Schumacher und Jarno Trulli blieben je einmal mit einem technischen Problem stehen, konnten aber auch von den Rundenzeiten her nicht erleuchten: Trulli fehlten 0,970, Schumacher 1,158 Sekunden auf die beeindruckende Tagesbestmarke von Kimi Räikkönen im neuen McLaren-Mercedes. Damit scheint Toyota derzeit im Mittelfeld zu liegen - irgendwo hinter Renault, den "Silberpfeilen" und Honda.#w1#

Trulli sieht Fortschritte im Reifenbereich

"Die Reifen werden immer schneller und das Auto zeigt viel versprechende Resultate." Jarno Trulli

"Das war ein brauchbarer Testtag", meinte Trulli dennoch. "Wir sammelten Informationen mit dem neuen Auto, aber auch darüber, wie die Aerodynamik und die Reifen funktionieren. Wir legten viele Long-Runs zurück und ich bin zufrieden mit unserer Entwicklung. Die Reifen werden immer schneller und das Auto zeigt viel versprechende Resultate. Ich freue mich darauf, weitere Kilometer zurückzulegen, damit wir uns direkt mit den anderen Teams vergleichen können."

"Heute hatten wir ermutigende Ergebnisse", fügte Schumacher zustimmend an, "auch wenn wir abwarten mussten, bis der Kurs am Morgen über die richtige Temperatur verfügte. Aber dann konnten wir auf die Strecke gehen und das Auto schlussendlich testen. Mein erster Eindruck des neuen Aerodynamikpakets ist sehr positiv - genau was ich erwartet hatte."

"Es war leider für mich wegen der schlechten Wetterbedingungen nicht möglich, die neue Aerodynamik schon in Vallelunga auszuprobieren, aber dank Jarnos Erfahrung in der vergangenen Woche und der heutigen hat das Auto meine Erwartungen erfüllt. Es ist immer noch zu früh, um sagen zu können, wo wir stehen. Wir müssen aus diesem Grund noch abwarten", so der Deutsche.

Beide Fahrer laut Gascoyne sehr zufrieden

"Auf den Long-Runs bewegen wir uns in die richtige Richtung." Mike Gascoyne

"Zufrieden" gab sich auch Mike Gascoyne, Toyotas Technischer Direktor: "Beide Fahrer scheinen optimistisch zu sein", wertete er die Aussagen von Trulli und Schumacher. "Heute haben wir versucht, die Reifen im richtigen Funktionsfenster zum Arbeiten zu bewegen und zudem das Aufwärmen und die erste Runde zu verbessern. Auf den Long-Runs bewegen wir uns in die richtige Richtung."

"Wir hatten an Jarnos Auto einen kleinen Plattfuß, aber nichts Größeres, über das wir uns Sorgen machen müssten", fügte der Brite an. "Aerodynamisch haben wir heute gesehen, dass wir das Erwartete erreicht haben. In Bezug auf die Reifen haben wir noch Arbeit zu erledigen, aber was das Chassis und die mechanische Zuverlässigkeit betrifft, haben wir keine wirklichen Sorgen im Hinblick auf Bahrain."

Motorsport-Total.com auf Instagram

Folge uns jetzt auf Instagram und erlebe die schönsten und emotionalsten Momente im Motorsport zusammen mit anderen Fans aus der ganzen Welt

Folgen Sie uns!

Anzeige

Motorsport-Total.com auf Twitter