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Kein Ausstieg, keine Übernahme: Renault gefällt der Status quo

Geschäftsführer Cyril Abiteboul verrät, dass Renault der Formel 1 als Motorenlieferant erhalten bleiben möchte - Übernahme eines Teams nicht geplant

(Motorsport-Total.com) - Bereits seit einiger Zeit gibt es immer wieder Spekulationen über die Zukunft von Renault in der Formel 1. Mal ist von einem Rückzug der Franzosen die Rede, dann wieder von der kompletten Übernahme eines bestehenden Teams, beispielsweise Toro Rosso. Geschäftsführer Cyril Abiteboul ist von den ganzen Gerüchten langsam genervt und erklärt gegenüber 'Reuters': "Ehrlich gesagt sehen unsere Pläne momentan so aus, dass wir bei dem bleiben, was wir haben."

Cyril Abiteboul

Cyril Abiteboul will sich momentan nicht mit einem Formel-1-Ausstieg beschäftigen Zoom

"Wir sind ein Motorenlieferant und wir müssen auf der technischen Seite einen besseren Job machen", hält Abiteboul die aktuelle Situation fest. Denn 2015 läuft es momentan überhaupt nicht rund, von Siegen scheinen die Franzosen aktuell meilenweit entfernt zu sein. Trotzdem glaubt Abiteboul nicht, dass es für Renault ein verlorenes Jahr in der Königsklasse ist.

"Wir verändern die Organisation. Momentan verändern sich in der Fabrik eine Menge Dinge im Hinblick auf Mitarbeiter, Prozesse und Equipment. Wir machen konstante Fortschritte und lernen", erklärt der Geschäftsführer und ergänzt: "Das wird uns im kommenden Jahr nützlich sein." Bleibt also letztendlich tatsächlich alles so, wie es aktuell ist? Abiteboul scheint sich das zumindest zu wünschen.

"Wir sind wegen des Marketings hier in der Formel 1 und für mich ist es eine fantastische Geschichte", verrät er und erklärt: "Die Widerstandsfähigkeit von Renault, Probleme zu haben, aber nicht aufzugeben, und die Fähigkeit zu haben, in den nächsten Rennen oder Jahren wieder zurückzuschlagen, denn das ist unser langfristiger Plan. Aus der Perspektive des Marketings ist das eine großartige Geschichte."


Der neue Renault-Motor für 2015

Mit anderen Worten: Aufgeben kommt aus Image-Gründen nicht in Frage. Doch wie lang ist der Geduldsfaden momentan noch? Immer wieder sehen sich die Franzosen Kritik von Red Bull ausgesetzt. Der Ex-Weltmeister macht Renault bereits seit dem vergangenen Jahr gerne zum Sündenbock für die eigenen Schwierigkeiten. "Wir hatten unsere Probleme, also müssen wir uns darauf konzentrieren", weiß Abiteboul.

"Wir müssen strukturiert und logisch an die Dinge herangehen." Cyril Abiteboul

"Ich denke, dass alle, die lang genug in diesem Sport sind, niemals erwarten sollten, in jedem Jahr zu gewinnen, denn das würde bedeuten, dass es kein Sport mehr wäre. Es wäre für alle langweilig", hält der Renault-Geschäftsführer fest. Für ihn steht fest: Nach den schlechten Zeiten werden irgendwann auch wieder gute Zeiten folgen: "Wir müssen strukturiert und logisch an die Dinge herangehen, die vor uns liegen."

"Unsere Probleme mit der Zuverlässigkeit und die fehlende Performance haben mehr oder weniger die gleiche Ursache", erklärt Abiteboul und ergänzt: "Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir den Schlüssel zu mehr Performance finden, sobald wir unsere Zuverlässigkeitsprobleme komplett verstanden haben." Doch wird sich Red Bull so lange gedulden? Trotz Abitebouls Aussagen ist die Zukunft von Renault alles andere als gewiss.

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