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Kanada widerspricht Ecclestone

Die Verantwortlichen des Großen Preises von Kanada wehren sich gegen die Schulden-Vorwürfe und wollen den Grand Prix zurückhaben

(Motorsport-Total.com) - Der Schock über den Verlust des Rennens sitzt den Veranstaltern des kanadischen Grand Prix' noch tief in den Knochen, dennoch will man in Kanada die Aussagen von Formel-1-Chef Bernie Ecclestone nicht so stehen lassen. Ecclestone hatte vor wenigen Tagen behauptet, dass die Verantwortlichen nicht alle Zahlungen fristgerecht entrichtet hätten - und das angeblich über einen Zeitraum von drei Jahren hinweg. Die Kanadier bestritten diese Vorwürfe nun energisch.

Robert Kubica

Kanada widerspricht den Ecclestone'schen Vorwürfen und will wieder in den Kalender Zoom

"Es entspricht überhaupt nicht der Wahrheit, dass unsere Organisation in den vergangenen drei Jahren ihren Zahlungspflichten nicht nachgekommen ist", erklärte Paul Wilson, Vizepräsident des Marketingkomitees für den Grand Prix von Kanada. "Es ist allerdings richtig, dass wir ein kommerzielles Missverständnis in Bezug auf unsere finanziellen Verpflichtungen haben - aber nur für das Jahr 2008."#w1#

"Die beiden beteiligten Parteien verstehen die vertraglichen Vereinbarungen unterschiedlich und das ist das Ergebnis", hielt Wilson fest. "Wir haben uns nach Kräften bemüht, unsere Schuldigkeit für 2008 gegenüber Herrn Ecclestone zu tun, doch er hat uns alle - ohne Vorwarnung - mit der Ankündigung überrascht, den Großen Preis von Kanada aus dem Kalender zu werfen."

"Wir sind der Ansicht, dass es überaus wichtig ist, diese Sache ins rechte Licht zu rücken und alle Vermutungen vom Tisch zu räumen, die einen Schatten auf unser Unternehmen werfen könnten. Wir akzeptieren nicht, dass der Große Preis von Kanada in Frage gestellt wird, wenn schon alles dafür bereit ist, um mit Verhandlungspartnern auf unterschiedlichen politischen Ebenen der kanadischen Regierung darüber zu beraten."

Konkret soll es sich bei diesen Gesprächspartnern um den Bürgermeister von Montréal, Gerald Tremblay, sowie um Staatsminister Michael Fortier und den Tourismusminister des Bundesstaates Quebec, Raymond Bachand, handeln. Gemeinsam mit Wilson wollen die drei Politiker ein Gespräch mit Ecclestone erreichen, in dem die Zukunft des kanadischen Rennens noch einmal besprochen werden soll.

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