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  • 12.04.2015 · 14:13

  • von Ryk Fechner

Kampfgeist unbelohnt: Toro Rosso geht mit leeren Händen

Toro Rosso verlässt den Formel-1-Grand-Prix von China 2015 punktelos: Ein Dreher in der Anfangsphase und der Defektteufel verhindern ein Ergebnis in den Top 10

(Motorsport-Total.com) - Sah man sich beim vorangegangenen Rennen in Malaysia auf den Plätzen sieben und acht noch direkt vor den "großen Brüdern" von Red Bull einlaufen, so muss Toro Rosso beim Grand Prix von China 2015 ein komplett punkteloses Resultat hinnehmen. Dabei hatte es zumindest für Max Verstappen gut ausgesehen. Der von Rang 15 gestartete Niederländer kämpfte sich durch teils waghalsige Überholmanöver bis auf Rang acht vor. Zwei Runden vor Schluss löste sich sein Getriebe auf der Start- und Zielgeraden neben der Boxenmauer in Rauch auf, was die Rennleitung veranlasste, das Rennen hinter dem Safety-Car zu beenden.

Max Verstappen

Der rauchende Toro Rosso markiert für Verstappen das Rennende Zoom

Noch unglücklicher verlief das Rennen für seinen Stallgefährten Carlos Sainz. So reichte es in der Endabrechnung für ihn nur zu Rang 14. Jene Position, auf der er ins Rennen gegangen war. Direkt vor ihm kamen allerdings die McLarens von Fernando Alonso und Jenson Button ins Ziel, bei denen man davon ausgehen kann, dass die Honda-Antriebe immer noch nicht auf Augenhöhe der Konkurrenz sind. "Wir sind auf harten Reifen losgefahren, aber die Strecke war am Anfang noch grün und schmutzig. Dadurch haben wir Grip verloren", erklärt Sainz, weswegen er sich am Anfang von Runde zwei drehte.

Er habe versucht, die Force India hinter sich zu lassen und sei dabei zu schnell gewesen. Teamchef Franz Tost fand ebenfalls keinen Gefallen an der Situation des Spaniers: "Es war schade, seinen Dreher zu sehen, nachdem er einen so guten Start hatte." Einmal zum Boxenstopp, fühlte sich Sainz auf weichen Reifen wesentlich wohler, doch sein Getriebe sprang plötzlich unplanmäßig in den neutralen Gang und zwang den 20-Jährigen kurz zur Schleichfahrt.


Großer Preis von China

Das Getriebe am Schwesterauto von Max Verstappen hielt zwar bis Runde 54, doch sorgte jenes Problem abrupt dafür, dass sich vier mögliche Punkte buchstäblich in Rauch auflösten. "Das ist enttäuschend, die Sache so zu beenden, denn an und für sich war das ein großartiges Rennen", so der Niederländer, der im Duell mit Sauber-Pilot Marcus Ericsson in der Anfangsphase bewies, dass er nicht zögert, wenn er eine Lücke sieht. Ericsson musste nach außen ausweichen, als sich Verstappen in letzter Sekunde neben den Schweden setzte.

Tost findet für seinen niederländischen Schützling tröstende Worte: "Ich denke, dass wir es heute wenigstens verdient gehabt hätten, mit Max auf Rang acht das Rennen zu beenden." Auch Verstappen weiß: "Mit dem Rennausgang bin ich nicht zufrieden, aber als Team haben wir heute den besten Job gemacht, der möglich war." Der Renault-Strecken-Verantwortliche Cedrik Staudohar sieht das Toro-Rosso-Wochenende mit gemischten Gefühlen: "Bis zum Rennen hatten wir ein tolles Wochenende. Wir haben nicht das Beste aus dem Qualifying gemacht, aber Max' Pace war sehr beeindruckend und er war in der Lage, auf viele Autos aufzuschließen und sie zu überholen."

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