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Jenson Button von Honda überzeugt: "Werden stark sein"

Für Jenson Button ist die positive Atmosphäre in der neuen Partnerschaft McLaren-Honda ausschlaggebend - Mit Honda hat er auch schon andere Tiefen erlebt

(Motorsport-Total.com) - Die wiederbelebte Partnerschaft zwischen Rennstall McLaren und Motorhersteller Honda weckt seit vielen Wochen Erinnerungen an glorreiche Zeiten. Die legendären Erfolge und Duelle zwischen Ayrton Senna und Alain Prost sind unvergessen und ein großer Teil der Formel-1-Geschichte. Obwohl sich die Zeiten geändert haben, verströmt die Neuauflage von McLaren-Honda ein historisches Flair. Diese Begeisterung ist auch nicht an den beiden Fahrern vorübergegangen. Als Senna im Jahr 1988 zum ersten Mal Weltmeister wurde, war Jenson Button acht Jahre alt und Fernando Alonso sieben.

Jenson Button

Viele Kilometer hat Jenson Button mit dem neuen MP4-30 noch nicht zurückgelegt Zoom

"Ich bin in dieser Ära aufgewachsen und habe sehr schöne Erinnerungen an die Duelle zwischen Alain und Ayrton", erinnert sich Button. "Sie waren im McLaren-Honda deutlich schneller als der Rest des Feldes. Es ist schön, ein Teil dieser neuen Ära zu sein." Auch Button ist bereits Teil der Honda-Historie in der Formel 1, obwohl die großen Erfolge im vergangenen Jahrzehnt ausgeblieben sind.

Zwischen 2003 und 2008 fuhr der Brite Honda-Fahrzeuge. Zunächst firmiert das Team - das heute Mercedes heißt - unter BAR-Honda und wurde 2006 in das Honda-Werksteam umfunktioniert. 2004 fuhr Button zehnmal auf das Podest und wurde WM-Dritter. 2006 gelang Button in Ungarn der erste Grand-Prix-Sieg. Honda spielte in dieser Phase aber keine Rolle im Spitzenfeld. Die "Earth-Dream-Cars" von 2007 und 2008 waren Flops, Honda zog sich aus der Formel 1 zurück.

Jenson Button

Ungarn 2006: Jenson Button holt mit dem Werks-Honda seinen ersten Sieg Zoom

Ross Brawn übernahm das Team für 2009 und zog Mercedes-Motoren an Land. Der Rest ist Geschichte. BrawnGP dominierte die Formel 1 und Button wurde Weltmeister. "Ich habe viel Zeit in Japan verbracht und viele bei Honda haben mir zu meinem WM-Titel 2009 gratuliert", sagt Button. "Es war damals eine schwierige Situation, denn Honda hatte viel Arbeit in das Auto gesteckt und dann haben wir die WM mit einem anderen Motor gewonnen."

"Trotzdem finden viele Honda-Mitarbeiter, dass sie eine Verbindung mit diesem Auto haben. 2007 und 2008 waren wir nicht gut genug. Deshalb ist es für uns eine Verpflichtung, es jetzt richtig zu machen. Wir hatten aber auch im Jahr 2006 mit dem ersten Sieg in Ungarn tolle Momente." Nun ist die Situation anders. Honda konzentriert sich ausschließlich auf den Antriebsstrang, während McLaren das Auto baut.


Fotostrecke: Honda-Meilensteine in der Formel 1

Auf dem Papier ist diese Partnerschaft zum Erfolg verdammt. "Die Zukunft ist sehr aufregend, aber wir wissen alle, dass es Zeit brauchen wird. Die Atmosphäre im Team ist sehr gut. Das ist der Schlüssel. Es ist nicht McLaren mit einem Motorhersteller, sondern es ist ein Team mit einem Ziel", beschreibt Button die besondere Stellung von McLaren-Honda. "Der Start war natürlich nicht sehr einfach, denn der Antrieb ist sehr kompliziert. Wir müssen die Probleme verstehen und ich hoffe, dass wir noch zwei produktivere Testtage haben werden."

Trotz der bisherigen Schwierigkeiten bleibt der Weltmeister von 2009 optimistisch und zuversichtlich: "Es ist jetzt eine andere Situation als im letzten Honda-Jahr 2008. Damals wurde viel Energie in die Entwicklung des neuen Autos gesteckt. Jetzt ist Honda nur der Motoren-Partner. Ich mag die Honda-Philosophie. Sie bauen Autos, um damit Rennen zu fahren. Die vergangenen Jahre waren für sie nicht einfach, aber jetzt ist Honda zurück in der Formel 1. Honda wird alles geben, damit wir stark sind. Ich fühle mich im Auto wieder wie ein Kind im Süßwarenladen. Das liegt an diesem Auto, der Partnerschaft mit Honda und dem großartigen Team."

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