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Ist es wirklich so gesetzt, dass Sergio Perez Red Bull bald verlassen muss?

Viele Experten gehen davon aus, dass 2024 die letzte Saison von Sergio Perez bei Red Bull sein wird, doch Helmut Marko sieht das ein bisschen anders

(Motorsport-Total.com) - Wer wird 2025 Teamkollege von Max Verstappen? Eine Frage, die in Expertenkreisen in der Formel 1 dieser Tage oft diskutiert wird - und eine Fragestellung, die impliziert: Sergio Perez wird es vermutlich nicht sein. Der Vertrag des 34-jährigen Mexikaners läuft zum Saisonende aus, und fällt er im teaminternen Vergleich weiterhin so stark ab, wie das 2023 phasenweise der Fall war, dann, vermuten einige, wird ihm Red Bull kein Angebot für einen Verbleib im Team machen.

Titel-Bild zur News: Christian Horner, Helmut Marko, Sergio Perez

Helmut Marko schließt nicht aus, dass Sergio Perez auch 2025 bleiben könnte Zoom

Aber ist der Perez-Abschied wirklich schon so gut wie beschlossene Sache, wie das von manchen Medien dargestellt wird? Denn es gibt auch die Pro-Perez-Argumente: Was für ein herausragender "Wingman" er Verstappen sein kann, das hat er zum Beispiel in Abi Dhabi 2021 bewiesen. Und seit Daniel Ricciardo gab es keinen mehr, der Verstappen bei Red Bull auch nur annähernd so nahe kam wie Perez.

Für Helmut Marko ist jedenfalls nicht in Stein gemeißelt, dass Perez am Saisonende seine Koffer packen muss: "Er hat für 2024 noch einen Vertrag. Es liegt an ihm. Wenn er in ähnlicher Form, wie er die letzten Rennen abgeschlossen hat, fährt, dann kann man ohne Weiteres über eine weitere Verlängerung sprechen", sagt Red Bulls Motorsportkonsulent.

Dabei war gerade Marko derjenige, der die medialen Spekulationen mit angeheizt hat. Er hat die Chancen, dass der Neuseeländer Liam Lawson 2025 Formel-1-Rennen für eins der beiden Red-Bull-Teams fahren wird, öffentlich als hoch bezeichnet. Doch wo soll für Lawson ein Platz frei werden, wenn Perez wirklich bleiben darf?

Marko kündigt Entscheidung um die Sommerpause an

Über die Fahrer für 2025 werde man wahrscheinlich nicht vor August konkret nachdenken: "Nach der Sommerpause könnte man schon gewisse Überlegungen parat haben", kündigt Marko in einem Interview mit ServusTV, zu sehen in einem Video auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de, an.

Es gilt als offenes Geheimnis, dass Marko sich Lando Norris gut als Teamkollegen von Verstappen vorstellen könnte. Der hat aber gerade seinen McLaren-Vertrag verlängert. Bleibt Ricciardo als derzeit wohl realistischste Variante auf eine etwaige Perez-Nachfolge. "Ricciardo muss zeigen, dass er Tsunoda deutlich im Griff hat. Dann wäre er eventuell ein Kandidat", bestätigt Marko.


Angst, dass Max Red Bull verlässt, Dr. Marko?

Helmut Marko im Interview: Ist der Vertrag von Max Verstappen, der eigentlich bis 2028 läuft, doch nicht so wasserdicht, wie alle glauben? Weitere Formel-1-Videos

Als Kandidat gilt auch Alexander Albon, einst bei Red Bull an Verstappens Seite kläglich gescheitert, seither aber bei Williams zu neuer Form aufgeblüht. Laut Informationen von Motorsport-Total.com würde Red Bull mit dem Thailänder gern eine Option vereinbaren, die es Red Bull ermöglichen würde, ihn 2026 (oder vielleicht sogar schon 2025) zurückzuholen.

Marko bestätigt Ausstiegsklausel in Verstappens Vertrag

Keine Sorgen macht sich der 80-Jährige darüber, dass auch Verstappen "einen Hamilton machen" und völlig überraschend das Team wechseln könnte. Toto Wolff hat ja bereits angekündigt, dass er mit allen Kandidaten, die theoretisch für ein Mercedes-Cockpit in Frage kommen, das Gespräch suchen wird. Und Verstappen könnte aus seinem bis 2028 laufenden Red-Bull-Vertrag aussteigen.

Das hat Marko jetzt erstmals öffentlich bestätigt: "Wie in jedem Formel-1-Vertrag gibt es Klauseln, sollten gewisse Erfolgsqualitätskriterien nicht erfolgen. Die sind auch im Vertrag von Max enthalten", räumt der Österreicher ein.

Aber: Dass Verstappen mit "abstrusen Geldsummen" weggekauft werden kann, "ist für Max kein Thema, glaube ich". Problematischer wäre die Situation, wenn Red Bull "nicht in der Lage sein sollte, ihm ein siegfähiges Auto hinzustellen: Er ist als Rennfahrer natürlich am Erfolg interessiert."

"Man wird nicht jünger. Und wenn der da mit Red Bull kein Licht sehen würde und diese Kriterien zum Tragen kommen sollten, dann ist ganz klar, dass er sich auch umsieht: Wo gäbe es was Besseres?", sagt Marko.

Das ganze Video mit Helmut Markos Aussagen über die Zukunft von Max Verstappen und Sergio Perez bei Red Bull (und mit seiner Meinung zum Teamnamen "Visa Cash App RB Formula One Team") gibt's jetzt auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de zu sehen. (Kanal kostenlos abonnieren, Benachrichtigungen aktivieren und kein neues Formel-1-Video mehr verpassen!)

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