powered by Motorsport.com

Immer was Neues: Perez und das Chamäleon MP4-28

Der McLaren-Pilot spricht über die Schwierigkeit, mit der Weiterentwicklung des Autos Schritt zu halten und zeigt sich für die zweite Saisonhälfte optimistisch

(Motorsport-Total.com) - So hatte sich Sergio Perez seinen Wechsel zum vermeintlichen WM-Kandidaten McLaren nicht vorgestellt: Statt dem ersten Grand-Prix-Sieg für einen Mexikaner seit Pedro Rodriguez' Erfolg 1970 in Spa-Francorchamps gab es für den Ex-Sauber-Piloten nur fünfmal Punkte - in zehn Rennen. Doch der 23-Jährige ist sich sicher, dass der Knoten bald platzt. "Für mein Verständnis ist das Team während der Saison an der Aufgabe gewachsen", zeigt sich Perez im Gespräch mit 'Fox Sports' optimistisch.

Sergio Perez

Sergio Perez hat alle Hände voll zu tun, in Sachen Entwicklung up-to-date zu bleiben Zoom

Offenbar brauchte es viel Anlauf, bis die klugen Köpfe in Woking es schafften, alle Kniffe des MP4-28, der im Winter komplett überarbeitet worden war, zu verstehen: "Wir sind jetzt in der Position, das volle Potenzial des Autos zu nutzen, die Grenzen zu erkunden und uns jedes Details zu widmen", verspricht Perez. Er räumt aber auch ein, dass McLaren mit regelmäßigen WM-Punkten das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht habe: "So gesehen haben wir gute Fortschritte gemacht, werden stärker. Das gilt auch für mich mit meinen Ingenieuren. Es gibt noch viel Luft nach oben."

Hinzu kommt, dass die ständigen Updates und Detailverbesserungen an seinem Dienstwagen Perez das Leben nicht unbedingt leichter gemacht haben - schließlich war er weder mit den Vorgängermodellen noch mit der Arbeitsweise bei den 'Chrompfeilen' vertraut. "Es war schwierig, das Auto kennenzulernen", schildert der Mann aus Guadalajara. "Seitdem ich es in Jerez erstmals gefahren bin, hat es sich komplett verändert." Nicht nur in der Fabrik wird ständig gefeilt: "Jedes Wochenende machen wir freitags Fortschritte, probieren vieles aus, um dann am Samstag wieder mit einem ganz neuen Wagen zu starten." Perez wird froh sein, dass es nicht der alte ist.