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Hülkenberg wird ungeduldig: Wann gelingt der erste Triumph?

Nico Hülkenberg muss sich nun bereits sechs Jahre in der Formel 1 gedulden, er wartet immer noch auf sein erstes Podest - Formel 1 "ein bisschen" unfair

(Motorsport-Total.com) - Nico Hülkenberg fährt 2016 bereits seine sechste Formel-1-Saison, bisherige Erfolge sucht man in der Karriere-Statistik des Emmerichers vergeblich (abgesehen vom Le-Mans-Sieg). Eine Pole-Position und zwei schnellste Rennrunden konnte er bisher für sich verbuchen. Der Deutsche wird ob der Erfolge von Garagennachbar Sergio Perez bei Force India schön langsam ungeduldig...

Nico Hülkenberg

Force-India-Pilot Nico Hülkenberg wartet noch auf seinen ersten Formel-1-Erfolg Zoom

Auf die Frage, wann er seinen ersten Formel-1-Sieg einfahren werde, kontert Hülkenberg: "Ich hoffe doch früher als später. In der Formel 1 gibt es viele Dinge, die ich nicht unter Kontrolle haben kann. Wenn ich im richtigen Cockpit sitze, kann ich die Kontrolle darüber haben und auf meine Performance auf der Strecke einwirken. Aber über diesen Faktor hinaus gibt es viele Dinge, die ich nicht beeinflussen kann", weiß er aus eigener Erfahrung.

Am knappsten war Hülkenberg bisher in Brasilien 2012 am Rennsieg dran, damals führte er sogar einige Runden lang. Durch eine Kollision mit Lewis Hamilton auf regennasser Fahrbahn war der Traum jedoch bald vorbei. "Ich konzentriere mich darauf, was ich kann. Ich bin jetzt schon ein paar Jahre hier und verliere langsam die Geduld, also hoffentlich bald", schmunzelt er.


Fotos: Nico Hülkenberg, Großer Preis von Europa


Ob die Formel 1 in dieser Hinsicht fair ist? Immerhin holte der um zwei Jahre jüngere Perez in seiner Karriere bereits sieben Podestplätze, in der Zeit an Hülkenbergs Seite bei Force India vier davon. "Das ist schwierig. Manchmal mehr, manchmal weniger. In diesem Sport ist viel Geld involviert, außerdem ist es sehr politisch - vielleicht nicht (ganz fair; Anm. d. Red.)", so Hülkenberg.

Nico Hülkenberg, Sergio Perez

Feiern wie die Weltmeister: Hülkenberg in Baku mit Podest-Mann Perez Zoom

Rückendeckung bekommt der Deutsche von seinem Vorgesetzten Bob Fernley. Dieser lobt beide Piloten nach dem Baku-Wochenende für ihren Einsatz: "Beide Fahrer haben in den vergangenen Jahren gute Leistungen gezeigt. Da haben wir überhaupt keine Probleme. Wir haben eine tolle Fahrerpaarung. Sie ergänzen sich gut. Sie haben allerdings etwas unterschiedliche Fahrstile, was unserem Ingenieursteam hilft, das Maximum aus dem Auto herauszuholen", so der Brite.

Hülkenberg hat theoretisch noch einen Vertrag bis Ende 2017 mit Force India, Perez' endet in diesem Jahr. "Sie pushen sich sehr. Sergio hatte etwas Glück, Nico hingegen Pech. Checo hat basierend auf seiner Leistung abgeliefert. Wir müssen beiden gratulieren und wir können uns glücklich schätzen, dass wir zwei so hochqualifizierte Piloten haben."

Nico Hülkenberg

Vom Pech verfolgt: Bisher holte "Hulk" 2016 20 Punkte in der WM-Wertung Zoom

Das erste Formel-1-Podest hättte Hülkenberg eigentlich in Monaco einfahren müssen: "Nico war außerordentlich stark in Monaco. Wir haben erwartet, dass er aufs Podium kommt. Durch die Strategie ist es anders gekommen, aber wir hatten trotzdem ein Auto auf dem Podium. So oder so konnten wir unser Ziel erreichen", sieht der stellvertretende Teamchef das Resultat aus der Teamsicht.

Auch in Baku lief es für den Deutschen im Gegensatz zu Perez nicht nach Wunsch: "Nico hatte wieder Pech, weil er von Gutierrez in der ersten Kurve getroffen wurde, was ihn auf den 14. Platz zurückwarf. Dadurch waren die Reifen am Ende total abgefahren, daher wurden wir noch von den beiden Red Bull überholt. Wir konnten ihm aber keine bessere Strategie geben, um weiter nach vorne zu kommen." Fernley lobt außerdem den Racer-Instinkt seiner beiden Piloten, der in Baku allerdings auch zu Crashs und Drehern geführt hat.

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