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  • 20.11.2014 · 14:36

  • von Gerald Dirnbeck & Dominik Sharaf

Hülkenberg: Force India im Entwicklungsrennen zurückgefallen

Force India ist im Herbst im Entwicklungsrennen zurückgefallen: Nico Hülkenberg ist mit dem Verbleib im Team zufrieden, hält aber die Ohren für die Zukunft offen

(Motorsport-Total.com) - Nico Hülkenberg hat in den ersten 18 Rennen 80 WM-Punkte gesammelt und damit so viele wie noch nie in einer Saison. Allerdings gab es ab Jahreshälfte einen Einbruch. In den ersten zehn Rennen fuhr der Deutsche immer in die Top 10. In den vergangenen acht Grands Prix gelang ihm das nur noch vier Mal. Force India ist ein klassisches Mittelfeldteam und konnte das Entwicklungstempo der anderen Rennställe nicht halten.

Nico Hülkenberg

Nico Hülkenberg hat den Kampf gegen McLaren noch nicht aufgegeben Zoom

Gegner des indischen Rennstalls war in diesem Jahr vor allem McLaren. Vor dem Saisonfinale haben die Chrompfeile 34 Punkte Vorsprung. Rechnerisch könnte Force India noch WM-Rang fünf erreichen. "Die zweite Saisonhälfte ist leider nicht so glatt verlaufen", blickt Hülkenberg auf die vergangenen Wochen zurück. "Wir sind sehr gut in das Jahr gestartet und sind dann beim Entwicklungsrennen etwas zurückgefallen."

Dieser Trend hat sich bei Force India schon in den vergangenen Jahren gezeigt. Im Winter stellen die Ingenieure ein konkurrenzfähiges Auto auf die Räder. "Die Formel 1 ist ein schnelllebiges Geschäft. Wenn man keine Updates auf das Auto bringt, wird man überholt. Ich denke, das ist uns passiert", spricht Hülkenberg die Tatsachen an. In Abu Dhabi sind WM-Punkte das klare Ziel. Da doppelte Zähler vergeben werden, könnte sich der WM-Stand noch einmal kräftig drehen.

Nico Hülkenberg

Mit 80 WM-Punkten ist Nico Hülkenberg vor dem Finale WM-Neunter Zoom

"Wir kämpfen um Punkte und wollen McLaren in der Konstrukteurs-WM schlagen", hält Hülkenberg fest. "Das ist natürlich ein sehr ambitioniertes Ziel, denn sie haben schon einen guten Vorsprung. Wir werden wieder unser Bestes geben und sehen, ob wir es schaffen." Zum ersten Mal in seiner Karriere wird der 27-Jährige 2015 ein zweites Jahr im gleichen Team fahren. Diese Kontinuität ist für Hülkenberg neu und auch ein Vorteil.

Während viele Fahrer noch ein Cockpit suchen, kann er dem Winter entspannt entgegenblicken: "Eine sehr gute Entscheidung, darüber bin ich froh. Jetzt gibt es auch nicht diese Fragen, wie es aussieht und wann man etwas bekanntgeben kann. Es herrscht Klarheit. Man weiß, wo man hingehört und kann voll daraufhin arbeiten." Dennoch wird Hülkenberg auch im kommenden Jahr nicht um den WM-Titel kämpfen.

Obwohl der Force-India-Pilot im Fahrerlager als großes Talent geschätzt wird, schaffte er bisher nicht den Sprung zu einem der Spitzenteams. Ferrari hat sich im Vorjahr für Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen entschieden und für 2015 für einen Deutschen - aber für Sebastian Vettel. Auch McLaren-Honda geht andere Wege und Red Bull setzt auf die eigenen Nachwuchsfahrer. Bei Mercedes sind Nico Rosberg und Lewis Hamilton gesetzt.

Ist es enttäuschend, dass es wieder nicht mit einem Wechsel zu einem Topteam geklappt hat? "Ja schon", seufzt Hülkenberg im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. "Man hat immer die Augen und die Ohren offen und versucht, weiterzukommen. Ich will auch Rennen gewinnen und um Weltmeisterschaften mitfahren. Dafür braucht man eben ein Topauto. Das strebe ich natürlich an. In diesem Jahr war ich nicht so nahe dran wie im Vorjahr, weshalb die Enttäuschung nicht ganz so groß ist. Trotzdem schaut und hofft man immer."

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