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Horner: Von Abschiedsschmerz und Vorfreude

Christian Horner blickt bewegt auf die erfolgreichen Zeiten zurück, freut sich aber auch auf die Zukunft und sieht bei Daniil Kwjat Parallelen zu Sebastian Vettel

(Motorsport-Total.com) - Seit dem heutigen Dienstag ist die Ära von Sebastian Vettel bei Red Bull endgültig beendet. Bei einem letzten Besuch in der Fabrik in Milton Keynes wurde der viermalige Meister von seinem Team emotional verabschiedet. Sechs gemeinsame Saisons in der Formel 1, in denen Vettel mit Red Bull 38 Grand-Prix-Siege, 44 Pole-Positions sowie vier Fahrer und vier Konstrukteurs-Weltmeisterschaften gewann, gehören nun der Vergangenheit an.

Christian Horner, Sebastian Vettel

Die Wege von Christian Horner und Sebastian Vettel trennten sich heute Zoom

"Es ist erstaunlich, was wir gemeinsam erreicht haben, und Sebastian hatte daran einen großen Anteil", blickt Teamchef Christian Horner im Interview mit 'Crash.Net' auf die erfolgreichen Jahre mit Vettel zurück. "An und abseits der Rennstrecke hatte es unglaublich viel Spaß gemacht, mit ihm zu arbeiten. Er hat unglaublich hart gearbeitet, hat uns angetrieben. Wir haben aber auch ihn angetrieben und gemeinsam das Beste aus uns herausgeholt", bilanziert der Teamchef die Zusammenarbeit mit dem Heppenheimer.

Eine solch lange und erfolgreiche Zusammenarbeit zu beenden, fiel auch Horner nicht leicht. "Natürlich waren alle traurig, als er in Abu Dhabi sein letztes Rennen für Red Bull gefahren ist, aber irgendwie hat man das Gefühl, dass es der richtige Zeitpunkt ist", sieht auch der Brite die Zeit reif für eine Veränderung.

Die Zukunft bei Red Bull heißt nun auf Fahrerseite Daniel Ricciardo und Daniil Kwjat. Und diese Aussicht ist für Horner nicht die schlechteste. "Mit Daniel Ricciardo haben wir einen phänomenalen Fahrer und mit Daniil Kwjat bekommen wir einen Rohdiamanten, der Sebastian sehr ähnlich ist", zieht Horner Parallelen zwischen dem jungen Russen und Vettel.


Fotostrecke: Vettels beste Red-Bull-Momente

Den 20-Jährigen hatte Horner schon vor seinem Einstieg in die Formel 1 auf dem Radar, denn in der GP3 fuhr Kwjat für Horners Team MW-Arden und überzeugte seinen Chef schon damals. "Seine Fortschritte, vor allem in der zweiten Jahreshälfte, waren phänomenal", lobt der Brite. "Ich habe seinen weiteren Weg genau verfolgt. Bei Toro Rosso hat er einen unglaublich guten Job gemacht, und im nächsten Jahr wird er bestimmt noch besser werden."

Doch wird einer dieser beiden Fahrer Red Bull zu ähnlichen Erfolgen führen wie es Vettel gelang? "Das kann man unmöglich vorhersagen. Die Regeln sind anders", so Horner. "Daniel hat aber in diesem Jahr gezeigt, dass er einer der allerbesten Fahrer der Welt ist. Mit steigendem Selbstvertrauen wurden auch seine Leistungen besser. Ich glaube Daniil wird ihm Druck machen. Das einzig ärgerliche ist nur, dass sie beide Daniel gerufen werden", meint der Teamchef.

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