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Horner: Verstappen erinnert mich an den jungen Vettel

Christian Horner ist nach den ersten Runden begeistert von Max Verstappens - Der Red-Bull-Teamchef sieht großes Potenzial und zieht Vergleiche zu Sebastian Vettel

(Motorsport-Total.com) - Der Cockpittausch zwischen Max Verstappen und Daniil Kwjat schlug in der vergangenen Woche große Wellen. Im Vorfeld des Grand Prix von Spanien bereiteten sich beide im Red-Bull-Simulator in Milton Keynes vor. Auch wenn auf beiden Autos das Red-Bull-Logo prangt, unterscheiden sich der RB12 und der STR11 wesentlich. Es sind grundverschiedene Boliden, vor allem die Bedienung des Lenkrads und die Abläufe im Cockpit sind anders. Dazu müssen sich beide Fahrer an einen anderen Hybrid-Antrieb gewöhnen, was vor allem für die Startprozedur ein Knackpunkt sein könnte. Red Bull fährt mit Renault, Toro Rosso mit dem Ferrari-Triebwerk des Vorjahres.

Max Verstappen

Max Verstappen dreht in Barcelona seine ersten Runden für Red Bull Zoom

Im ersten Freien Training saßen nun beide erstmals am Steuer ihrer neuen Autos. Verstappen drehte 29 Runden und klassierte sich an der sechsten Stelle. Kwjat fuhr 21 Runden und wurde Zwölfter. Auf den ersten Blick verlief die Umstellung gut. "Es ist immer noch früh, das zu sagen", hält Red-Bull-Teamchef Christian Horner bei 'Sky Sports F1' den Ball flach. "Aber ich bin sicherlich glücklich mit dem Start von Max."

Vor allem die Ruhe und Abgebrühtheit, die Verstappen im Alter von 18 Jahren an den Tag legt, sind ein Pluspunkt. "Was beeindruckend an ihm ist, dass er als so junger Kerl so ruhig und cool im Auto ist. Er erinnert mich mit seinem Verhalten im Auto ein bisschen an Sebastian Vettel", zieht Horner einen Vergleich mit dem viermaligen Weltmeister. "Wir sind erst eine Session gefahren, aber bisher hat er einen vielversprechenden Start hingelegt."

Erinnerungen an Vettel

Vettel debütierte im Jahr 2007 in Indianapolis für BMW-Sauber. Er sprang damals für Robert Kubica ein, der im Kanada-Rennen zuvor seinen spektakulären Unfall hatte. Vettel meisterte die Aufgabe souverän und holte als Achter auf Anhieb seinen ersten WM-Punkt. Schon damals beeindruckte Vettel mit einer inneren Ruhe und Gelassenheit, die Topfahrer ausmachen. Ende 2007 und Anfang 2008 erlebte der Deutsche dann bei Toro Rosso eine schwierige Phase, bis er in Schwung kam und die Erfolgsgeschichte begann.

Sebastian Vettel

Indianapolis 2007: Sebastian Vettel fährt seinen ersten Grand Prix für BMW-Sauber Zoom

Mit Daniel Ricciardo und Verstappen hat Red Bull nun zwei Fahrer, denen das Potenzial für Weltmeistertitel bescheinigt wird. Und beide stammen aus der Red-Bull-Fahrerakademie. "Red Bull investiert mehr als jedes andere Team in junge Talente", verweist Horner auf das erfolgreiche Programm. "Wir unterstützen diese jungen Talent seit ihren Karttagen. Da sind wir in einer einzigartigen Situation, in einer sehr luxuriösen Situation, da wir vier konkurrenzfähige Plätze in der Formel 1 haben. Wir haben die Möglichkeit, die Besten nach vorne zu bringen. Das haben wir gemacht, indem wir die Fahrer getauscht haben."

Horner: Verstappen ist sehr beeindruckend

Im Topteam Red Bull steigen auch die Erwartungen an Verstappen. Mit diesem Karriereschritt werden mittelfristig Podestplätze und Siege erwartet. Ist Verstappen der nächste Vettel, der nächste Alonso oder Senna? "Ehrlich gesagt weiß ich es nicht. Aber die Zutaten dafür sind da", sieht Horner Potenzial für große Erfolge. "Er ist sehr außergewöhnlich. Er kam im Vorjahr in die Formel 1 und fuhr eine sensationelle Saison. Er hat dieses Momentum in dieses Jahr mitgenommen. Alles was wir hinter den Kulissen sehen, die Herangehensweise, die Fähigkeiten im Auto, das sieht sehr beeindruckend aus. Wie sich das entwickeln wird, werden wir sehen."

Christian Horner

Christian Horner beobachtet gespannt die weitere Entwicklung von Max Verstappen Zoom

Damit Ricciardo und Verstappen gegen Mercedes und Ferrari um Siege kämpfen können, muss Red Bull wieder ein absolutes Topauto auf die Beine stellen. Viel erwartet man sich von der neuen Renault-Ausbaustufe, die für Kanada geplant ist. "Die Dinge laufen in die richtige Richtung", sieht Horner seinen Rennstall wieder aus der Talsohle kommen. "Das Auto performt bisher in der Saison sehr gut. Wir bekommen in den nächsten Rennen Updates des Antriebs, hoffentlich können wir dann an den Ferraris dran sein. Bezüglich der Fahrer, glaube ich, haben wir momentan eine der stärksten, wenn nicht die stärkste Fahrerpaarung in der Formel 1."

Dass es zu einem Stallkrieg kommen wird, glaubt Horner nicht: "Er ist so entspannt", sagt er über die lockere Art von Ricciardo. "Er ist auf seine eigene Arbeit fokussiert. Es macht keinen Unterschied für seine Herangehensweise. Das Lächeln ist immer noch da. Er geht das Wochenende genau gleich an wie jedes andere auch." Im ersten Freien Training war Ricciardo um knapp zwei Zehntelsekunden schneller als sein neuer Teamkollege.

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