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Honda setzt Entwicklungsarbeit für Red Bull fort

Trotz des feststehenden Abgangs entwickelt Motorenhersteller Honda weiter für Red Bull, die für ihre eigene Abteilung einige Mitarbeiter übernehmen wollen

(Motorsport-Total.com) - Red Bull kann sich berechtigte Hoffnungen darauf machen, seine gute Form auch im kommenden Jahr zu behalten. Zwar muss der Rennstall seine Motoren ab 2022 in Eigenregie produzieren, doch bis zum Ausstieg des bisherigen Motorenpartners Honda am Ende der aktuellen Saison werden die Japaner noch weiter an den Antrieben entwickeln.

Christian Horner © Motorsport Images
Honda wird Red Bull weiter unter die Arme greifen

Vor allem das Thema Benzin steht dabei auf der Prioritätenliste weit oben. Ab 2022 müssen die Motoren mit sogenanntem E10-Sprit laufen - also Benzin, das zehn Prozent nachhaltiges Ethanol enthält.

Das bedeutet, dass auch die Motoren angepasst werden müssen, um maximale Leistung herausholen zu können. Es ist vor allem dieser Bereich, bei dem Honda seinem Partner unter die Arme greift, um bestmöglich vorbereitet zu sein.

"Die Einführung dieses neuen Benzins ist die größte Herausforderung für alle Hersteller", sagt Red-Bull-Teamchef Christian Horner gegenüber der globalen Edition von 'Motorsport.com'. "Honda wird sicherstellen, dass wir bestmöglich vorbereitet in den Freeze gehen, solange sie die notwendigen Ressourcen dazu haben. Daran wird gerade gearbeitet, während Honda in Sakura weitermacht, bevor sie alles übergeben."


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Als nach dem feststehenden Abgang von Honda die Abteilung Red Bull Powertrains gegründet wurde, schien dies einfach nur für die Übergangszeit zu sein. Man wollte die aktuellen Motoren einfrieren und sich dann für das neue Motorenreglement ab 2025 einen neuen Partner suchen.

Mittlerweile hat man jedoch geplant, die neue Powerunit komplett in Eigenregie zu entwickeln. Dafür hat man unter anderem den langjährigen Mercedes-Verantwortlichen Ben Hodgkinson verpflichtet, der als neuer Technischer Leiter zu Red Bull stoßen wird - ein klares Signal. Zudem hat Red Bull mit dem Bau einer hochmodernen Motorenfabrik in Milton Keynes begonnen.

"Der Motorenfreeze war als Absicherung einer Übergangsphase wichtig. Aber für den neuen Motor, wann immer er auch kommt, vermutlich 2025, bauen wir eine neue Anlage", so Horner. "Wir werden großartige Leute von Honda übernehmen und wollen die richtigen Leute in die richtigen Rollen bekommen - und das auf effiziente Weise, die sich vollkommen in die Chassisseite integriert."

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