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Nach Bottas-Crash: "Keine Vorschriften" für Russell seitens Mercedes

Laut George Russell gibt es nach dem Unfall zwischen dem Williams-Piloten und Mercedes-Fahrer Valtteri Bottas in Imola keine Vorschriften seitens des Werksteams

(Motorsport-Total.com) - Beim Formel-1-Rennen in Imola krachten Williams-Fahrer George Russell und Mercedes-Pilot Valtteri Bottas heftig zusammen. Konsequenzen oder Vorschriften, die der Mercedes-Junior im Kampf mit dem Werksteam befolgen soll, hat es deshalb laut Russell aber nicht gegeben, obwohl Mercedes-Teamchef Toto Wolff Kritik an dem 23-Jährigen geäußert hat. Russell habe "noch eine Menge zu lernen" und müsse das "große Ganze" im Blick halten, so Wolff.

George Russell

Laut George Russell hat ihm Mercedes keine Vorschriften gemacht Zoom

Russell geht wegen der massiven Pace-Unterschiede der Teams erst einmal nicht davon aus, dass es schnell noch einmal zu einer ähnlichen Situation kommen wird. Falls doch, dann meint er: "Ich denke, dass wir erst einmal einen sehr guten Job gemacht haben und in einer guten Positionen liegen müssen, wenn wir noch einmal mit Mercedes in einem Kampf verwickelt werden. Hoffentlich wird das noch einmal passieren."

"Es gibt dann aber keinerlei Vorschriften", stellt der Brite klar. "Es geht eher darum, den gesunden Menschenverstand walten zu lassen." Russell sagt, er würde Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton und Bottas wegen seiner Verbindung zu Mercedes genauso als Teamkollegen ansehen wie seinen Williams-Konkurrenten Nicholas Latifi. Der 23-Jährige wird wohl freiwillig weniger Risiko gehen, sollte es noch einmal zu einem Kampf mit Mercedes kommen.

Er stellt außerdem klar, dass der Unfall in keiner Weise Absicht oder Leichtsinnig war: "Als Fahrer geht man nie mit der Absicht in ein Manöver, einen Unfall zu bauen und das Rennen zu beenden, und schon gar nicht mit einem Teamkollegen. Ich bin hier wegen Mercedes. Das Team hat mich durch die Nachwuchsserien gebracht und mich in die Formel 1 gehievt. Deshalb gehört das Team wie Williams zu meiner Familie."

Darum wolle Russell in Zukunft vermeiden, mit seinem Williams- und auch Mercedes-Teamkollegen, wie er sie nennt, in brenzlige Situationen zu geraten. Er stellt klar: "Das liegt jetzt hinter uns. Wir machen weiter und lernen dazu." Beim ersten Freien Training im portugiesischen Portimao schaffte es Russell mit einer guten Leistung in die Top 10. Das Rennen findet am Sonntag statt.

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