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  • 21.09.2021 · 14:38

  • von Norman Fischer, Co-Autor: David Malsher-Lopez

Honda: Schwierige McLaren-Jahre als Grundlage für den F1-Titelkampf

Dass Honda 2021 dick im Titelrennen der Formel 1 mitmischen kann, hat der Hersteller laut Technikchef Tanabe auch den schwierigen Jahren zu verdanken

(Motorsport-Total.com) - Der Tiefpunkt kam beim Heimspiel in Japan, als Fernando Alonso den Honda-Motor in seinem McLaren einst als "GP2-Motor" betitelt hatte. Doch aus den schwierigen Jahren mit McLaren kamen die Japaner gestärkt hervor und kämpfen nun mit Red Bull um die Weltmeisterschaft in der Formel 1. Das hat man aber auch den holprigen Anfängen zu verdanken, sagt Technikchef Toyoharu Tanabe.

Sergio Perez (Red Bull RB16B) beim Formel-1-Rennen von Italien in Monza 2021

Honda kann im Titelkampf in diesem Jahr mächtig mitmischen Zoom

"Durch die fehlende Erfahrung hatten wir eine enorm schwierige Zeit mit Ausfällen, Motorschäden und viele Problemen an Rennwochenenden", sagt der Japaner. "Aber wir haben sehr hart gearbeitet, um unser Zeit zu erreichen: nicht nur ein Rennen oder die Meisterschaft zu gewinnen, sondern auch die Performance und die Zuverlässigkeit zu verbessern."

Tanabe gibt zu, dass die Jahre ziemlich hart für Honda waren. "Aber wir geben niemals auf. Wir pushen weiter, auch wenn es nicht einfach war." Zwar gab es in den McLaren-Jahren immer wieder Gerüchte über einen Ausstieg von Honda, doch laut Tanabe habe man immer gewusst, dass sich die Erfahrung aus den schwierigen Zeiten irgendwann auszahlen wird.

"Für die Leute in der Vergangenheit sieht es negativ aus - sie arbeiten sehr hart, aber ohne gute Ergebnisse, mit Motorausfällen und ohne Leistung. Aber jetzt bekommen sie mehr Leistung, mehr Zuverlässigkeit, mehr Siege", so der Honda-Mann.


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"Wir haben also eine gute Erfahrung gemacht, nicht nur die Ingenieure, sondern auch die Logistiker und Mechaniker. Es war eine sehr gute Erfahrung für ihre Zukunft. Aber auch mental werden die Menschen sehr stark", betont Tanabe. "Es ist also Traurigkeit und Glück, das wir durch dieses Projekt erfahren haben."

Wichtig war laut ihm aber auch ein klarer Wille bei Honda, seine Schwächen anzugehen. Dadurch konnte man mit den Rivalen von Mercedes schritthalten, was sich auch auf den Geraden von Monza wieder gezeigt hat.

"Wir haben uns einige Bereiche vorgenommen, die wir verbessern müssen, um mit Mercedes konkurrieren zu können. Einer der Bereiche war die Energie", sagt Tanabe. "In diesem Jahr haben wir eine neue Power-Unit eingebaut." Diese sollte auch die Energieleistung verbessern.


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"Das Ergebnis war, dass die Power-Unit wie erwartet funktioniert und die Lücke zwischen Honda und Mercedes in Bezug auf die Leistung immer kleiner wird - nicht nur die Leistung des Motors, sondern auch der Bereich des Energiemanagements."

"Wir haben in Monza im Vergleich zu den Vorjahren eine gute Leistung gegen Mercedes gesehen. Das ist einer der Erfolgsbereiche für uns in diesem Jahr", betont man bei Honda.

Trotzdem wird der Hersteller am Ende des Jahres aus der Formel 1 aussteigen. Red Bull übernimmt die Technologie der Japaner dann in Eigenregie.

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