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Herbert: So viel ist Ralf Schumacher nicht wert

Ex-Formel-1-Pilot Johnny Herbert kann nicht nachvollziehen, warum Ralf Schumacher zu den Schwerverdienern der Formel 1 gehört

(Motorsport-Total.com) - Ralf Schumacher sorgt seit Wochen für Spekulationen. Bleibt er bei BMW-Williams oder wird sich der Wahl-Salzburger mit Toyota einig werden? Derzeit ist nicht abschätzbar, welchen Weg Schumacher einschlagen wird, doch trotz aller gegenteiligen Bekundungen wird man als Beobachter das Gefühl nicht los als wäre das Geld in den Verhandlungen das vorrangige Thema.

Johnny Herbert

Für Johnny Herbert sind Ralf Schumachers Gehaltsvorstellungen unerklärlich

Ein Ex-Formel-1-Fahrer schüttelt bei den kolportierten Summen, die Schumacher bei Toyota bekommen soll, den Kopf - Johnny Herbert. Der Engländer fuhr von 1989 bis 2000 in der Königsklasse, doch trotz drei Siegen blieb ihm der große Durchbruch verwehrt. Der heute 39-Jährige glaubt, dass Ralf nur aufgrund seines Nachnamens in der Formel 1 ist.#w1#

"Ralf hatte in Bahrain ein sehr unstetiges Rennen, aber er war schon immer so", erklärte Herbert dem 'Sunday Mirror'. "In den Rennen trifft er schlechte Entscheidungen und macht Fehler, und abseits der Strecke hat es den Eindruck, als schmolle er. Zur Mitte der letzten Saison war er gut drauf, als es aber nicht mehr für ihn lief, wurde er wieder launisch. In dieser Saison ist er das immer."

Sein Nachname allein reiche nicht aus, um sich mit seinem Bruder messen zu lassen, daher wird Ralf Schumacher überschätzt, erklärte Herbert weiter. "Ralf ist niemals mehr als 20 Millionen Euro wert, noch nicht einmal in dieser Größenordnung. Mit dem Namen Schumacher hat er es weit gebracht, aber er ist bei weitem nicht so gut wie Michael. Man muss die ganze Zeit hart dafür arbeiten, und Michael tut das."

Die Chancen für den BMW-Williams-Piloten, seine Karriere im jetzigen Team fortzusetzen, stehen schlecht, so zumindest Herberts Meinung. "Williams hat das vorher erkannt. Wahrscheinlich sehen sie keinen Grund, Ralf zu halten. Es gibt andere Fahrer auf dem Markt, die den Job genauso gut machen können, aber nur einen Buchteil der Kosten verursachen."