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  • 24.06.2001 · 10:32

  • von Marcus Kollmann

Heißer Motorenpoker entfacht

So langsam verdichten sich die Zeichen, dass Arrows, Prost und Minardi 2002 mit neuen Motoren an den Start gehen

(Motorsport-Total.com) - Mit fortschreitender Saison lichtet sich nicht nur so langsam das Dunkel in Bezug auf die Fahrerverträge für die kommende Saison, sondern auch bei einigen Teams scheinen sich in Sachen Motorenpartner einige Änderungen abzuzeichnen.

Ferrari-Motor

Gute Motoren sind in der Formel 1 schwer zu finden oder teuer

Während Minardi-Teamchef Paul Stoddart schon vor längerem andeutete, dass sein Rennstall 2002 in Sachen Motor besser dastehen wird als dieses Jahr, den Partner aber derzeit noch nicht bekannt geben kann, umgeben die Teams Arrows, gegenwärtig mit Asiatech liiert, und Prost, versorgt mit Kundenmotoren von Ferrari, gegenwärtig die hartnäckigsten Meldungen.

Spekulationen in der englischen Presse und im Paddock deuten an, dass Alain Prost in der kommenden Saison auf die zwar leistungsstarken, jedoch auch teuren Motoren aus dem Hause Ferrari verzichten könnte. Asiatech, der Nachfolger von Peugeot, die auf Basis des 1999 höchst unzuverlässigen Aggregats aus Frankreich aufgebaut haben, mittlerweile die Standfestigkeit aber in den Griff bekamen, soll wärmstens an einer Zusammenarbeit mit dem französischen Rennstall interessiert sein. Alain Prost erklärte in einem Interview mit Premiere World jedoch, dass er derzeit mit Ferrari in Verhandlungen über eine Fortsetzung der Motoren-Partnerschaft stehe.

Tom Walkinshaw, dessen Team gegenwärtig die Zehnzylinder aus dem Hause Asiatech einsetzt, ist mit dem Leistungsrückstand, rund 70 PS sollen auf die Spitzen-Motoren fehlen, nicht zufrieden. Um weitere Fortschritte mit seinem Team zu machen, will der Engländer deshalb für das kommende Jahr einen in jeglicher Hinsicht besseren Motor. Hinzukommt, dass das Arrows-Team dieses Jahr für die Asiatech-Motoren nichts zahlen muss, jedoch bei einer Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Asiatech im nächsten Jahr schon.

Nachdem das Team von "Major Tom" kürzlich in Verbindung mit den Ferrari-Kundenmotoren von Prost gebracht wurde, welche von einem amerikanischen Automobilkonzern finanziert werden könnten, heißt es jetzt, dass Arrows vor einem Deal mit Cosworth steht. Die diese Saison von Jaguar eingesetzten V10 sollen nächstes Jahr von der Motorenschmiede auf Kundenbasis, ähnlich dem Vorbild Ferraris, anderen Teams im limitierten und gleichzeitig heiß umkämpften Motorenmarkt zur Verfügung gestellt werden.

Wie heiß diese Meldungen sind zeigt jedoch auch, dass Paul Stoddart früher oder später von einer außergerichtlichen Einigung im Streit zwischen seinem Rennstall und Toyota, um den abgeworbenen Gustav Brunner ausgeht. Der Australier glaubt fest, dass Toyota auf Basis von Brunners Gehalt dem kleinen Team aus Faenza eine Entschädigung in Höhe zwischen 5 und 10 Millionen Dollar zahlen wird. Dieses Geld könnte das Team zum einen gut gebrauchen und eventuell in einen Kundenmotoren investieren.

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