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Gesundheitsbehörde lässt Formel-1-Fans nicht in den Albert Park

Die Provinz Victoria will eine Ausbreitung des Coronavirus verhindern, lässt aber tausende Fans in Schlangen enttäuscht an den Eingangstoren stehen

(Motorsport-Total.com) - Es ist eine bizarre Posse, die sich in Melbourne gerade um den Saisonauftakt der Formel 1 abspielt. Obwohl im Albert Park in den vergangenen Tagen mindestens zwei Coronavirus-Infektionen offiziell bestätigt wurden (eine bei einem McLaren-Mitarbeiter, eine bei einem Hotelgast), ist bisher keine der beteiligten Parteien bereit, den Grand Prix von Australien (Formel 1 2020 live im Ticker!) abzusagen.

Fans in Melbourne

So sieht der Krisenplan zur Eindämmung des Coronavirus in der Formel 1 aus Zoom

Sollte ein Rennen stattfinden, dann allerdings mit frappierenden Parallelen zur letzten großen Blamage der Formel 1 in Indianapolis, wo 2005 nur fünf Fahrzeuge an den Start gegangen sind. Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen sitzen bereits im Flieger nach Hause und werden an einem etwaigen Grand Prix auf keinen Fall teilnehmen.

Wie viele Teams das erste Freie Training um 2:00 Uhr deutscher Zeit in Angriff nehmen werden, falls dieses überhaupt beginnen sollte, ist derzeit unklar. Fest steht aber: Zuschauer werden keine dabei sein. Denn die Gesundheitsbehörde der Provinz Victoria hat entschieden, die Veranstaltung wenn, dann nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden zu lassen.

Das ist eine einigermaßen bizarr anmutende Entscheidung, denn am Freitagmorgen hatten sich trotz der Coronavirus-Pandemie bereits tausende Fans an den Toren zur Rennstrecke eingefunden, die in Schlangen standen, aber nicht reingelassen wurden. Von Beobachtern vor Ort wurde das im Hinblick auf das Gefährdungspotenzial für die Menschen als schwer fahrlässig beschrieben.

Daniel Andrews, der Premierminister der Provinz Victoria, bestätigt gegenüber der 'Australian Associated Press': "Sollte überhaupt ein Rennen stattfinden, dann werden aus Gründen der Sicherheit keine Zuschauer zugelassen." Ob abgesagt wird oder nicht, sei aber nicht Sache der Politik, sondern des Veranstalters.

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