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Funkverbot: FIA lockert Einschränkungen vor Saisonstart

Die FIA hat am Rennsonntag in Australien beschlossen, die Einschränkung beim Funkverkehr aufzulockern - Strategische Funksprüche nun erlaubt

(Motorsport-Total.com) - Beim Grand Prix von Australien 2016 wird mit sofortiger Wirkung eine Lockerung des Funkverkehrs eingeführt. Der Automobilweltverband FIA hat dies am Sonntagvormittag vor dem Rennstart bekannt gegeben. Demnach dürfen strategische Funksprüche nun doch mit dem Fahrer kommuniziert werden. Zuvor war angedacht gewesen, den Funkverkehr größtenteils zu unterbinden und nur sicherheitsrelevante Informationen an den Fahrer weiterzugeben.

Maurizio Arrivabene

Lockerung des Funkverbots: Ein bisschen mehr Freiheit für die Strategie Zoom

Damit hat die FIA die Auslegung des Artikels 27.1 des Sportlichen Reglements ("Der Fahrer muss alleine und ohne fremde Hilfe fahren") etwas gelockert. Red-Bull-Teamchef Christian Horner hat bereits in der Teamchef-Pressekonferenz am Freitag angeregt, dass man bei der Einschränkung womöglich zu weit gegangen sei. Auch da sich nun die Kommunikation stark reduziert hat und dies immer gutes Entertainment für die Fans war, so der Brite.

Strategische Funksprüche sollen nun erlaubt sein. Dies umfasst die eigene Boxenstoppstrategie der Fahrer, aber auch jene der Konkurrenten. Dies ist aber nur auf das Timing der Boxenstopps und die Reifenmischung, die aufgezogen werden soll, bezogen. Die Einstellungen der Antriebseinheit oder die Abstimmung des Autos dürfen weiterhin nicht über Funk diskutiert werden.

Insgesamt umfasst die Liste mit den erlaubten Funksprüchen nun 25 Punkte. Im Detail wurde der 19. Punkt ergänzt: "Die Boxenstoppstrategie des Fahrers sowie die seiner Konkurrenten. Das beschränkt sich auf die Anzahl der Boxenstopps und welche Reifen benutzt werden (oder wurden). Um Zweifel auszuschließen, dürfen keine Auto- oder Power-Unit-Einstellungen in den Strategiediskussionen enthalten sein."


Großer Preis von Australien

Nun können die Teams mit den Fahrern also auch über Boxenstopps diskutieren, wie dies beim Mexiko-Grand-Prix 2015 zwischen dem Mercedes-Team und Lewis Hamilton der Fall war, oder auch in Monaco, als Hamilton durch den zusätzlichen Boxenstopp das Rennen verloren hat.

Zusätzlich dürfen die Fahrer von ihren Teams über Probleme am eigenen Auto oder an einem Auto eines Konkurrenten informiert werden. Außerdem erlaubt: Anweisungen über die Streckensicherheit (rote Flaggen, gelbe Flaggen, virtuelles Safety-Car...) oder das Verwenden von DRS. (Zur ausführlichen Liste!)

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