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  • 10.03.2013 · 11:23

Fünf Formel-1-Frischlinge fordern fünf Weltmeister

Fünf Weltmeister gegen fünf Frischlinge: Das Fahrerfeld der Formel 1 bietet in diesem Jahr einen ungewöhnlichen Anblick - "Bezahlfahrer" vielen ein Dorn im Auge

(Motorsport-Total.com/SID) - Titelverteidiger Sebastian Vettel steht natürlich auf seiner Liste. Genauso wie Fernando Alonso, Jenson Button, Lewis Hamilton und sein Landsmann Kimi Räikkönen. "Einen Weltmeister zu überholen, das wäre großartig", sagt der Finne Valtteri Bottas. Der neue Hoffnungsträger bei Williams ist einer von gleich fünf Frischlingen in der Formel 1, die es in dieser Saison mit den fünf Weltmeistern der vergangenen acht Jahre aufnehmen wollen. Zum Saisonauftakt am kommenden Wochenende im australischen Melbourne kommt es zum ersten Mal zum ungewöhnlichen Duell Fünf gegen Fünf.

Valtteri Bottas

Valtteri Bottas ist einer von fünf Neueinsteigern der Saison 2013 Zoom

Nicht wenige Experten sehen die vergleichsweise hohe Zahl an Neulingen kritisch, zumal neben Bottas allenfalls der Mexikaner Esteban Gutierrez im Sauber als Nachfolger seines zu McLaren gewechselten Landsmannes Sergio Perez wirklich wettbewerbsfähig ist. Giedo van der Garde (Caterham), Max Chilton (Marussia) und Jules Bianchi (Marussia) haftet dagegen der Makel an, nur ein Cockpit in der Königsklasse bekommen zu haben, weil sie das nötige Kleingeld ihrer Sponsoren bzw. ihrer Familie in die Waagschale werfen konnten.

Bianchi, der zunächst bei Force India gegenüber Comebacker Adrian Sutil den Kürzeren gezogen hatte, verdrängte zudem erst im letzten Moment bei Marussia den Brasilianer Luiz Razia, weil dessen Sponsoren nicht rechtzeitig zahlten. Das Bäumchen-Wechsel-Dich-Spiel zwingt Bianchi jetzt sogar zu einer Diät. Wegen der "anderen Gewichtsverteilung" muss der Franzose bis zum Saisonstart zwei Kilo abhungern. "Jetzt gibt's am Mittag nur noch Salat, das sollte helfen, auch wenn ich die ganze Zeit hungrig bin", sagt der 23-Jährige.


Fotos: Testfahrten in Barcelona


Angesichts dieser den finanziellen Engpässen der kleinen Teams geschuldeten Personalpolitik blieb für anerkannte Racer wie Timo Glock, der in die DTM auswich, oder Heikki Kovalainen kein Platz mehr im Fahrerfeld. Welche Auswirkungen die Besetzung der Cockpits mit den sogenannten Bezahlfahrern hat, wird sich spätestens in Melbourne zeigen.

Dann muss auch ein van der Garde, der die Frage nach seiner Formel-1-Tauglichkeit "schwierig" nannte und sie nicht eindeutig bejahte, im direkten Duell mit den fünf Weltmeistern zeigen, dass er auch fahrerisch das Zeug hat, auf höchstem Niveau mit den Besten seiner Zunft mitzuhalten. Nach den teilweise haarsträubenden Auftritten von Crashkönig Romain Grosjean (Lotus) in der vergangenen Saison ist die Szene sensibilisiert. Viel Spielraum für Fehler bleibt den Frischlingen nicht. Fahrende Hindernisse kann im Titelkampf wirklich keiner gebrauchen. Erst recht nicht die fünf Weltmeister.

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