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  • 29.05.2016 · 12:57

  • von Dominik Sharaf

Französische Durststrecke: Panis hofft auf Erlöser Grosjean

Der bis dato letzte französische Grand-Prix-Sieger Panis flehte Grosjean an, die Grande Nation wieder an die Spitze zu führen - Tabakwerbeverbot schuld?

(Motorsport-Total.com) - Es ist 20 Jahre und zehn Tage her, dass ein Franzose zum letzten Mal einen Formel-1-Grand-Prix gewonnen hat. Das Kunststück glückte Olivier Panis im Regenchaos von Monaco 1996 - auch noch in einem französischen Auto, einem Ligier. Seitdem hat das Renault-Team Erfolge eingefahren, ein Triumph für einen Piloten aus Paris, Marseille oder Lyon ist jedoch ein Wunschtraum geblieben. Haas-Fahrer Romain Grosjean will das ändern: "Ich arbeite daran", sagt er 'Radio Monte Carlo'.

Romain Grosjean

Romain Grosjean signiert die Tricolore, will sie aber bald auf das Podium bringen Zoom

Grosjean ist der einzige Franzose, der derzeit über ein Einsatzcockpit in der Königsklasse verfügt. Zu Lotus-Zeiten schnupperte er schon am ersten Karriereerfolg, mit Haas ist er wieder ein gutes Stück entfernt, hat aber die Aussicht auf einen Ferrari-Aufstieg. Panis setzt seine Hoffnungen in den in der Schweiz geborenen und lebenden Landsmann. Grosjean berichtet: "Ich erinnere mich, dass er mir eine SMS geschickt hat. Darin stand: 'Bitte schaffe es, ich will nicht der letzte gewesen sein!'"

Im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' (hier das komplette Exklusivinterview lesen!) träumt Panis auch davon, dass sein Sohn Aurelien, der derzeit in der ehemaligen Renault-World-Series aktiv ist, in seine Fußstapfen tritt. Der 49-Jährige bedauert, dass es in Frankreich an der Förderung junger Talente fehlt und macht das Alkohol- und Tabakwerbeverbot von 1991 mitverantwortlich.


Fotostrecke: Der verrückte Monaco-Grand-Prix 1996

"Ich denke, dass das 'Loi Evin' (das grundlegende Gesetz mit vielen weiteren Einschränkungen für Genussmittel; Anm. d. Red.) dem Motorsport stark geschadet hat", so Panis, der seine Karriere auch dem Mineralölkonzern Elf und der Zigarettenfirma Gauloises zu verdanken hat. "Sonst hätte ich es nie geschafft. Wenn ich heute von Paydrivern höre, muss ich lachen, weil es sie immer geben wird." Er setzt seine Hoffnungen in Renaults Jugendförderung. Begründet: Der Konzern stellte im Februar ein Nachwuchsprogramm vor und lieh sich Esteban Ocon als Testpilot von Mercedes aus.

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