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Frank Williams mit bisherigem Saisonverlauf unzufrieden

Mit der Leistung des BMW-Williams kann Teamchef Frank Williams zufrieden sein, nicht aber mit der Zuverlässigkeit

(Motorsport-Total.com) - Mit einer Ausfallquote von beinahe 80 Prozent ist BMW-Williams bisher das unzuverlässigste Team, auch wenn man mit einigen Unfällen auch unverschuldet Ausfälle hinnehmen musste. Dass man ein gutes Auto hat, zeigte sich nicht nur in Imola, als Ralf Schumacher ungefährdet seinem ersten Sieg entgegen fuhr, auch auf anderen Strecken war der FW23 ein konkurrenzfähiges Auto, wenn die Reifen zur Streckencharakteristik passten.

Ralf Schumacher

Ralf Schumacher feierte in Imola 2001 seinen ersten Formel-1-Sieg Zoom

Doch Teamchef Frank Williams zeigt sich in der englischen Presse unzufrieden mit dem bisherigen Saisonlauf: "Sicherlich wäre es etwas unfair zu sagen, dass wir eine klägliche Leistung zeigen, aber ich habe keinen Grund, mit drei Zielankünften aus 14 Starts zufrieden zu sein. Wir hatten fünf Unfälle, fünf technische Probleme mit dem Auto, keinen Motorschaden und drei Mal wurden wir von der Strecke geschickt. So kann man nie eine Weltmeisterschaft gewinnen! Wir sind mit uns nicht besonders zufrieden, weil die nackte Tatsache jene ist, dass wir aus 14 Starts in diesem Jahr nur drei Mal ins Ziel gekommen sind, auch wenn dies dann jedes Mal in den Punkten war."

Sowohl Formel-1-Neuling Juan-Pablo Montoya als auch Ralf Schumacher müssen sich vom Team kritisieren lassen, denn beide leisteten sich schon Fahrfehler, die wertvolle Punkte gekostet haben. Besonders Montoya stößt im Team auf Kritiker, die ihm einen zu unumsichtigen Fahrstil vorwerfen, was in Monaco schon nach wenigen Runden in den Leitplanken endete. Immerhin kam Montoya in Barcelona als Zweiter auf das Podium, sah ansonsten aber noch nie die Zielflagge. Ralf Schumacher wurde trotz einer Kollision mit Rubens Barrichello in Malaysia Fünfter und gewann das Rennen in Imola, was ihn mit zwölf WM-Punkten auf den vierten Platz der WM-Wertung bringt.

18 WM-Punkte aus sieben Rennen ist angesichts des ausgezeichneten Autos einfach zu wenig und man hat es nur den Patzern der anderen Verfolgerteams und den erneut dominanten Ferrari und McLaren-Mercedes zu verdanken, dass man in der Konstrukteurswertung noch auf Rang drei liegt - fünf Punkte vor Jordan-Honda und 58 WM-Zähler hinter Ferrari.

Es wird also Zeit, dass man erneut ein gutes Ergebnis feiern kann. Vielleicht in Kanada? "Ich gehe nie tollkühn optimistisch in ein Rennen", erklärt Frank Williams. "Aber wir haben einen bemerkenswert starken Motor und die Autos haben bisher auf schnellen Kursen wie Brasilien immer sehr gut ausgesehen. In Montreal sollten wir gut aussehen. Nicht nur die Motoren, sondern auch die Aerodynamik ist sehr effizient, sie ist sehr gut ausbalanciert und gut zu handhaben."

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