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FOTA tritt Kostenkontrolle an die FIA ab

Mercedes-Teamchef Ross Brawn verrät, dass die FOTA das Thema Kostenkontrolle wie geplant an die FIA abtritt - Meeting soll nächste Woche Klarheit schaffen

(Motorsport-Total.com) - Das Thema Kostenkontrolle hat die Teamvereinigung FOTA bisher selbst in die Hand genommen, sodass das Ressourcen-Restriktions-Abkommen (RRA) derzeit kein verbindlicher Bestandteil des Sportlichen Reglements oder eines anderen Gesetzbuchs ist. Doch künftig soll auch der finanzielle Rahmen, in dem sich die Formel-1-Teams bewegen müssen, ins Hoheitsgebiet der FIA fallen.

Ross Brawn

Teamchef Ross Brawn ist ein Befürworter des Sparkurses in der Formel 1 Zoom

Bereits im März haben zehn von zwölf Teams einen Brief an Jean Todt geschrieben und an den FIA-Präsidenten appelliert, das RRA verbindlich ins FIA-Reglement aufzunehmen. Nur die beiden Red-Bull-Teams unterzeichneten nicht. Trotzdem: "Die FIA wird mehr und mehr in kostensenkende Initiativen für die Zukunft eingebunden", erklärt Mercedes-Teamchef Ross Brawn. "Ich glaube, sie sind diejenigen, auf die wir uns letztendlich verlassen müssen, wenn es darum geht, die Kosten zu kontrollieren."

Denn das durch die Teams selbst überwachte RRA Stand Singapur 2010 führte im vergangenen Jahr vor allem zu gegenseitigen Verdächtigungen, die die FOTA letztendlich gesprengt haben. "Es ist wichtig, dass alle darauf vertrauen können, dass sich alle Teams an die Kostenregeln halten und für alle die gleichen Regeln gelten", unterstreicht Brawn. "Es ist frustrierend, wenn man glaubt, dass sich jemand nicht an die Regeln hält, selbst wenn man sich täuscht. Innerhalb des Systems, das wir hatten, war es sehr schwierig, dieses Vertrauen zu haben."

Daher soll nun Nägel mit Köpfen gemacht und das Thema Kosten in der Formel 1 unter FIA-Obhut übergeben werden: "Nächste Woche ist ein Meeting geplant. Ich glaube, das wird ein sehr wichtiges Meeting, um uns über die Methoden und Philosophien, wie wir die Kosten in Zukunft kontrollieren wollen, einig zu werden", so Brawn, der das RRA als "essenziellen Teil der Formel 1 der Zukunft" bezeichnet und sich am Rande bemerkt wünscht, dass die FIA auch das neue Concorde-Agreement ab 2013 ratifiziert.

Das Ziel der Sparbemühungen sei klar: "Ich finde, wir müssen sicherstellen, dass eine Mehrheit der Teams genug Geld hat, um an die Grenzen des RRA vorstoßen zu können - und dass ein Team, das viel mehr Geld hat, keinen technischen Vorteil daraus ziehen kann. Für mich ist die Restriktion von Ressourcen ein entscheidender Faktor, um die Zukunft der Formel 1 abzusichern", gibt der Mercedes-Teamchef abschließend zu Protokoll.

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