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Formel-1-Rennleiter Masi: Ursache für Gullydeckel-Zwischenfall gefunden

FIA-Rennleiter Michael Masi erklärt, was im ersten Freien Training in Baku schiefgelaufen ist und warum der Gullydeckel den Williams beschädigt hat

(Motorsport-Total.com) - Der neue Formel-1-Rennleiter Michael Masi stand am Freitagvormittag in Aserbaidschan besonders unter Druck. Der Australier musste nach George Russells kuriosem Unfall mit einem Gullydeckel für die Sicherheit der Piloten sorgen und entschied daher, das erste Freie Training abzubrechen.

"Was wir bislang gesehen haben in unserer ersten Untersuchung, sieht es so aus, dass eine Klemme unter dem Gullydeckel defekt war. Es gibt noch keine Erklärung dazu, warum das passiert ist", erklärt der Nachfolger von Charlie Whiting gegenüber 'Sky'.

Wenig später bestätigt die FIA in einer Aussendung diese Annahme. Eine defekte Befestigung des Kanaldeckels habe zu dessen Lockerung geführt. Ein "Riss auf der Unterseite" sei Schuld gewesen an dem Unglück.

Als Vorsichtsmaßnahme habe die FIA daher entschieden, dass alle 360 Gullydeckel erneut überprüft werden müssen. Daher wurde die Session schließlich abgebrochen. Das Qualifying der Formel 2 wurde ebenso nach hinten verschoben, das zweite Freie Training der Formel 1 konnte schließlich noch planmäßig um 17 Uhr Ortszeit starten.


Montreal 1990: Gullydeckel sorgt für Horrorcrash

In der Sportwagen-Meisterschaft 1990 ereignete sich in Kanada ein heftiger Unfall aufgrund eines Gullydeckels - Jesus Parejas Wagen fing Feuer Weitere Formel-1-Videos

"Wir haben den Verantwortlichen auf der Strecke gesagt, dass sie sich so lange wie nötig Zeit nehmen sollen, damit das auch ordentlich gemacht wird. Wir sind nun zuversichtlich und werden in der Nacht und am Wochenende weitere Maßnahmen setzen." Bei der Inspektion der weiteren Deckel wurden keine Beschädigungen entdeckt.

Die Strecke wurde nun wieder für in Ordnung befunden, bestätigt Masi. "Wir haben diese Vorfälle schon in der Vergangenheit gesehen. Ich denke, in Monte Carlo ist das vor ein paar Jahren auch passiert", erinnert er sich. 2016 traf es in Baku ausgerechnet Valtteri Bottas, der damals ebenso für Williams unterwegs war.

Räikkönen verärgert: Wie "Amateure" ausgesehen

Auch Formel-1-Routinier Kimi Räikkönen erinnert sich: "Das ist nicht zum ersten Mal passiert, hoffentlich zum letzten Mal." Der Finne wirkte sehr verärgert: "Das darf nicht passieren. Es ist der Job der FIA sicherzustellen, dass die Strecke sicher ist." Die Formel 1 hätte an diesem Trainingstag wie "Amateure" ausgesehen, urteilt er.

"Jedes Jahr scheint mal ein Kanaldeckel locker zu werden. Das ist ganz und gar nicht ideal", kritisierte er. "Zum Glück wurde niemand verletzt, aber natürlich hat das den Freitag von allen ruiniert." McLaren-Pilot Lando Norris stimmt ihm zu: "Das hat alle eingeschränkt in ihrer Arbeit, aber das gehört einfach zur Aufregung in Baku dazu."

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