Formel-1-Newsticker

Formel-1-Liveticker: Erster Experte fordert Perez-Rauswurf, wenn ...

F1-Liveticker zum Nachlesen: +++ Button: Dann muss Red Bull Perez rauswerfen +++ Mick Schumacher testet für McLaren +++ Fahrermarkt: Klarheit bis September? +++

08:11 Uhr

Button: Dann muss Red Bull Perez rauswerfen

Sergio Perez steht weiter in der Kritik. Jetzt hat mit Jenson Button auch der erste Experte erklärt, dass Red Bull den Mexikaner bald rauswerfen müsse, wenn auch das nächste Rennen in Ungarn wieder in die Hose gehe.

Die aktuelle Perez-Form sei "ein großes Problem" für Red Bull, sagt er bei Sky und erklärt, Silverstone sei wieder "ein schreckliches Wochenende" gewesen, wobei Perez "auch in mancher Hinsicht Pech" gehabt habe.

Doch grundsätzlich müsse sich der Mexikaner endlich wieder steigern. "Perez muss wenigstens ein paar Punkte holen, auch wenn er nicht direkt hinter Max [Verstappen] ins Ziel kommt", fordert der Weltmeister von 2009.

"Sie können das nicht ewig so weiterlaufen lassen. Wenn er beim nächsten Rennen nicht wieder in die Punkte fährt, müssen sie ihn bald aus dem Auto holen und einen anderen Fahrer reinsetzen", so Button.

"Das ist kein schönes Gefühl für einen Fahrer. Es ist hart. Für einen Fahrer ist es furchtbar", weiß Button, "aber für [Red Bull] ist die Konstrukteurswertung wichtig", erinnert er.

Und da steuerte Verstappen bislang 255 der 373 Zähler bei, Perez lediglich 118. Er holte also nicht einmal halb so viele Punkte wie sein Teamkollege.

07:57 Uhr

Hello again!

Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe unseres Formel-1-Newstickers. Die Königsklasse legt am Wochenende eine Pause ein, aber wir sind natürlich weiter für euch da, um euch hier an dieser Stelle wie gewohnt den besten Mix aus News und Unterhaltung rund um die Formel 1 zu liefern.

Ruben Zimmermann begleitet euch auch heute durch den Tag und bei Fragen, Anregungen oder Beschwerden könnt ihr unser Kontaktformular verwenden. Außerdem findet ihr uns auf Facebook, X, Instagram und YouTube. Auf geht's!

Hier gibt es unseren gestrigen Liveticker noch einmal zum Nachlesen!


08:27 Uhr

Ex-Teamkollegen

Zur Erinnerung: Button und Perez waren 2013 mal ein Jahr lang Teamkollegen bei McLaren. Der Mexikaner wurde damals als Ersatz für Lewis Hamilton geholt - war aber eher so semi-erfolgreich.

Während Button in einer ohnehin schwierigen Saison für McLaren nur 73 Zähler holte, brachte es Perez sogar nur auf 49 - und verließ das Team nach nur einem Jahr wieder.

Die Saison 2013 ist übrigens die einzige in der McLaren-Mercedes-Geschichte, in der diese Kombination keinen einzigen Podestplatz holen konnte.

McLaren fuhr in der Formel 1 zwischen 1995 und 2014 und dann wieder seit 2021 mit Mercedes-Antrieben. Kann man alles auch in unserer großen Datenbank nachlesen.

Sergio Perez Jenson Button McLaren Vodafone McLaren Mercedes F1 ~Sergio Perez (McLaren) und Jenson Button (McLaren) ~

08:49 Uhr

Mick Schumacher im Einsatz

Wir haben ja im Ticker schon über den Pirelli-Reifentest in dieser Woche in Silverstone berichtet. Inzwischen ist bekannt, dass auch Mick Schumacher an diesem teilgenommen hat.

Der Deutsche hat gestern für McLaren getestet, neben ihm waren auch Pietro Fittipaldi (Haas) und Alexander Albon (Williams) im Einsatz auf der nassen Strecke.

Eigentlich hätten dabei die Slicks für 2025 getestet werden sollen, doch Regen verhinderte das. Stattdessen stellte Pirelli das Programm um und testete Intermediate-Reifen.

Schumacher spulte insgesamt 53 Runden ab, die schnellste davon in 1:37.428. Damit wer er deutlich schneller als Albon (1:41.116) und Fittipaldi (1:42.124), wobei das bei einem Test natürlich keine Aussagekraft hat.

Heute geht der Test weiter, allerdings ohne Schumacher. In den Autos werden dann Lando Norris (McLaren), Logan Sargeant (Williams) und Oliver Bearman (Haas) sitzen.

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09:05 Uhr

Warum fährt Schumacher im McLaren?

Einige wundern sich jetzt vielleicht, warum Mick Schumacher für McLaren getestet hat, obwohl er doch Mercedes-Ersatzpilot ist? Das geht auf eine Vereinbarung zwischen den beiden Teams zurück.

So hat McLaren bereits seit einiger Zeit Zugriff auf die Ersatzpiloten von Motorenlieferant Mercedes, weshalb Schumacher McLaren auch schon 2023 zur Verfügung stand.

Alle Schumacher-Fans müssen wir also enttäuschen: Es bahnt sich kein Sensationswechsel des Deutschen zu McLaren an (wo ja sowieso kein Cockpit frei ist).


09:22 Uhr

Heute vor 13 Jahren ...

... feierte Daniel Ricciardo sein Formel-1-Debüt. Beim Großen Preis von Großbritannien 2011 in Silverstone ging der damalige Red-Bull-Junior für HRT, wo er Narain Karthikeyan ersetzte, erstmals bei einem Grand Prix an den Start.

Sein Debüt hätte dabei durchaus besser laufen können: Er wurde im Qualifying und im Rennen (mit drei Runden Rückstand) jeweils Letzter. Trotzdem stieg er zur Saison 2012 zu Toro Rosso auf und 2014 schließlich zu Red Bull.

Mehr dazu in unserer Fotostrecke:


Fotostrecke: Der Sonnyboy aus Perth: Daniel Ricciardos Karriere in Bildern


09:41 Uhr

Andretti rüstet weiter auf

Die Formel-1-Zusage hat man noch immer nicht, doch Andretti arbeitet weiter mit Vollgas am Einstieg. So berichtet formu1a.uno, dass die US-Truppe zwei Mitarbeiter von Mercedes abgeworben hat.

Dabei handelt es sich einmal um Chris Green, der als IT-Direktor eingestellt wurde, und Laura Sturland als neue Finanzdirektorin. Sturland arbeitete zuvor seit 2017 fast sieben Jahre lang für Mercedes.

Green war sogar mehr als 17 Jahre lang in Brackley tätig. Er startete dort im Jahr 2007, als das Team noch Honda hieß. Seit Juli stehen beide nun in Diensten von Andretti.


10:03 Uhr

Stella: Haben nicht das schnellste Auto

McLaren hat in diesem Jahr erst ein Rennen gewonnen, was dem Team aus Woking zuletzt etwas Kritik einbrachte. Denn inzwischen ist die vorherrschende Meinung, dass der MCL38 aktuell das schnellste Auto im Feld ist.

"Es gibt das Gerücht, dass der McLaren das beste Auto ist", weiß auch Teamchef Andrea Stella, der das aber nicht so sieht. "Wir haben [in Silverstone] gesehen, dass wir nicht unbedingt das schnellste Auto haben", betont er.

Er erinnert daran, dass Mercedes im ersten Stint bei normalen Bedingungen auf P1 und P2 gelegen habe. Vielmehr sei es der guten Arbeit des Teams zu verdanken, dass McLaren so eine starke Saison habe.

"Deshalb möchte ich die gute Arbeit der Leute hervorheben, die das Auto vorbereiten. Wir kommen zu den Trainings und das Auto läuft sofort gut. Und wir entwickeln uns gut durch das Wochenende", so Stella.

Das heiße aber eben nicht, dass man auch grundsätzlich das schnellste Auto habe.


10:26 Uhr

Auch Ex-Red-Bull-Pilot würde Perez rauswerfen

Jenson Button steht mit seiner Meinung über Sergio Perez nicht alleine da. Auch Ex-Red-Bull-Pilot Robert Doornbos findet, dass sein ehemaliger Arbeitgeber irgendwann die Notbremse ziehen muss.

Gegenüber unseren niederländischen Kollegen erklärt er: "Die ganze Welt fragt sich, warum sie ihm einen neuen Vertrag gegeben haben. Und warum er nicht ersetzt wird."

Er selbst würde "jetzt" handeln, "denn was Perez derzeit zeigt, ist nicht Red-Bull-würdig. In der Vergangenheit hat man niemandem so viel Zeit gegeben wie ihm jetzt", so Doornbos.

Er erinnert daran, dass Red Bull früher auch schon mitten in einer laufenden Saison Fahrer ausgetauscht habe. Und Perez stehe aktuell völlig neben sich, glaubt der ehemalige Formel-1-Pilot.

Sein Vorschlag für einen Ersatz: "Ich würde Liam Lawson nehmen." Der Neuseeländer darf in dieser Woche einen Test für Red Bull absolvieren.


10:35 Uhr

Entlassene Fahrer

Weil wir es gerade von Robert Doornbos gehört haben, fällt mir gleich diese Fotostrecke ein. Diese Piloten wurden von ihren Teams während der laufenden Saison vor die Tür gesetzt:


Fotostrecke: Formel-1-Fahrer, die während der laufenden Saison entlassen wurden


10:57 Uhr

Brown: Red Bull kann Unruhe verkraften

Aktuell sorgt nicht nur das Thema Sergio Perez für Unruhe bei Red Bull. Da sind zum Beispiel auch noch der Abgang von Adrian Newey oder der Ärger zwischen Christian Horner und Jos Verstappen.

"Ich denke, dass die Turbulenzen eher mittel- bis längerfristige Auswirkungen haben werden", so Zak Brown, der nicht glaubt, dass Red Bull davon noch in diesem Jahr aus der Bahn geworfen wird.

"Gewinnen hält die Dinge zusammen", erklärt der McLaren-Boss, der daher glaubt, dass diese Themen erst dann "zu einer größeren Herausforderung" werden, wenn es auch sportlich Schwierigkeiten gibt.

Er glaubt daher, dass vor allem das neue Reglement 2026 ein Risiko für Red Bull werden könnte. "Ich denke, dass hier die fehlende Stabilität, die es zu geben scheint, ein wenig zum Vorschein kommen könnte", so Brown.

Bis dahin sieht er für Red Bull aber erst einmal nicht die ganz große Gefahr.


11:19 Uhr

Bottas will keine Übergangslösung sein

Der Finne hat noch immer keinen Vertrag für 2025 unterschrieben. Nun steht er bei seinem Ex-Team Mercedes sicher nicht ganz oben auf der Liste, aber eine Rückkehr nach Brackley könnte für Mercedes selbst tatsächlich Sinn ergeben.

Dann nämlich, wenn man Max Verstappen für 2025 nicht bekommt, ihm 2026 die Tür aber weiter offen halten möchte. In diesem Szenario bräuchte man für das kommende Jahr eine Übergangslösung.

Genau so eine will Bottas aber gar nicht sein. Gegenüber dem britischen Mirror stellt er klar: "Einen Platz für ein Jahr zu besetzen, ist nicht das, was ich im Moment will oder brauche."

"Für das nächste Jahr wünsche ich mir etwas mehrjähriges mit einem klaren Plan für die kommenden Jahre und eine gemeinsame Arbeit für diese Zeit. Ich denke, das ist es, was ich brauche: eine gute Herausforderung und einen klaren Plan", so Bottas.

"Wenn ich nur ein Jahr mache, steht man danach wieder am Anfang und muss sich überlegen, was als nächstes kommt. Ich bin mit Toto [Wolff] gut befreundet, also haben wir natürlich über alles gesprochen", verrät er.

Eine Rückkehr zu Mercedes für nur ein Jahr wäre für ihn aber nicht attraktiv.


11:31 Uhr

Mercedes mit Ausbuchtung an der Nase

Apropos Mercedes: Eine Änderung an an der Nase des W15, die erstmals beim Großen Preis von Österreich zu sehen war, könnte einen Hinweis auf eine mögliche Verbesserung der Stoßdämpfer des Autos geben.

Denn die Verkleidung weist eine neue Ausbuchtung auf, die laut Team ausschließlich der Kühlung dient und den Durchfluss kühler Luft in das Cockpit erhöht, allerdings ohne den nach vorne gerichteten Einlass, den das Team zuvor verwendet hatte.

Die Grundidee, dass die neue Ausbuchtung ausschließlich der Kühlung dient, scheint jedoch im Widerspruch zu der Art und Weise zu stehen, wie die Luft über diesen Teil des Fahrzeugs strömt. Was also steckt dahinter?

Alle Hintergründe könnt ihr hier nachlesen!


11:44 Uhr

Eigentlich müsste McLaren die WM anführen

Zu diesem Schluss kommen wir zumindest in unserem aktuellen Video. Unser Datenexperte Kevin Hermann rechnet nach: Hätte McLaren die vielen Strategie- und sonstigen Fehler nicht begangen, könnte das Team die Konstrukteurs-WM bereits anführen.

Auch in Silverstone wurde gepatzt, und zwar bei beiden Autos. Sowohl Lando Norris als auch Oscar Piastri hätten sonst die Chance gehabt, den britischen Grand Prix zu gewinnen.

In unserer Datenanalyse werfen wir einen Blick auf das aktuelle Kräfteverhältnis zur Saisonhalbzeit, wir rekonstruieren, wie Lewis Hamilton und Mercedes beim Heim-Grand-Prix gewinnen konnten und wundern uns über die Statistik, laut der Red Bull aktuell den höchsten Reifenverschleiß hat.


Eigentlich müsste McLaren die WM anführen!

Hätte McLaren die vielen Strategie- und sonstigen Fehler der Saison 2024 nicht begangen, könnte das Team die Konstrukteurs-WM bereits anführen. Weitere Formel-1-Videos


12:18 Uhr

Ferrari kündigt Updates gegen Bouncing an

Seit Spanien hat die Scuderia wieder Probleme mit einem springenden Auto. Teamchef Frederic Vasseur verrät: "Wir haben alle Aerodynamikteile ausgetauscht, und das Bouncing trat in Spanien auf. Um das zu beheben, gibt es tonnenweise Lösungen."

"Es gibt Lösungen mit einem Kompromiss bei der Performance, und es gibt Lösungen ohne Kompromisse bei der Performance", so Vasseur. Doch für die zweitgenannte Variante brauche man Upgrades fürs Auto.

Der Teamchef kündigt an: "Wir werden das nächste Rennen mit dem aktuellen Auto bestreiten müssen, und je früher, desto besser, werden wir Upgrades bringen, die weniger Bouncing haben."

Heißt: Bis diese Updates da sind, muss Ferrari erst einmal auf etwas Leistung verzichten, um das Hüpfen in den Griff zu bekommen.


12:35 Uhr

Heute vor 30 Jahren ...

.. gewann Damon Hill sein Heimrennen in Silverstone. Der Williams-Pilot triumphierte beim Großen Preis von Großbritannien 1994, während sein WM-Rivale Michael Schumacher unter kontroversen Umständen disqualifiziert wurde.

Es war übrigens nicht das einzige Mal, dass "Schumi" im Jahr seines ersten WM-Titels von einem Rennen ausgeschlossen wurde. Mehr dazu in dieser Fotostrecke:


Fotostrecke: Kontrovers: Zehn Rennsieger am grünen Tisch


12:58 Uhr

Stella: Sollten Fortschritte nicht vergessen

Bei aller Kritik an McLaren im Hinblick die verpassten Siege in diesem Jahr, sollte man laut Teamchef Andrea Stella nicht vergessen, wo sich der Traditionsrennstall noch vor gut einem Jahr befand.

Denn noch "bis vor zwölf Monaten" war McLaren überhaupt nicht in der Lage, um Siege mitzukämpfen, erinnert Stella. Vielmehr gehörte das Team zu Saisonbeginn 2023 noch zu den Sorgenkindern in der Startaufstellung.

Daher seien es "gute Nachrichten", so Stella, dass man 2024 überhaupt in der Lage sei, Siege zu verpassen. "Zunächst einmal müssen wir die positiven Aspekte betrachten", stellt der Teamchef daher klar.

Zwar gesteht er, dass sich bei zu vielen verpassten Gelegenheiten sehr schnell eine "Frustration" aufbaue. "Aber die Gelegenheit [zu weiteren Siegen] wird bald kommen", ist er sich sicher.