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  • 04.02.2015 · 14:38

  • von Dieter Rencken & Roman Wittemeier

Formel-1-Einsteiger Haas holt Ex-Red-Bull-Designchef an Bord

Der ehemalige Red-Bull-Designchef Rob Taylor soll die Fahrzeugentwicklung beim neuen Formel-1-Team Haas überblicken: Amerikaner wollen in Gelb antreten

(Motorsport-Total.com) - Das neue Formel-1-Projekt von Haas nimmt immer mehr Formen an. Das amerikanische Team, das 2016 in die Königsklasse einsteigen wird, hat sich kürzlich den ehemaligen Entwicklungsstandort von Marussia gesichert. Auch auf personeller Seite rüstet man auf. Rob Taylor soll als Chef Designabteilung die Entwicklung des Haas-Formel-1-Autos leiten. Der Brite war bis 2005 bei Jaguar und dessen Nachfolgeteam Red Bull als Designchef aktiv, bevor er anschließend zu McLaren wechselte.

Gene Haas

Gene Haas bereitet sein neues Team für den Formel-1-Einstieg 2016 vor Zoom

Der erste Formel-1-Bolide des amerikanischen Teams wird in Italien bei Dallara entstehen, in den Folgejahren sollen die Entwicklungen im eigenen Hause in den USA stattfinden. Haas wird früh im Jahr 2016 erstmals auf die Strecke gehen, der angedachte Bau eines Testfahrzeugs für erste Fahrten noch in diesem Jahr wurde verworfen. "Wenn man ein solches Auto nur für ein paar Monate baut, dann ist es im Folgejahr ganz schnell wieder veraltet", sagt Teamchef Günther Steiner. Außerdem bekomme man die wichtigen Ferrari-Komponenten erst 2016.

Auch wenn Haas eine enge Bindung zu Ferrari unterhält und das Firmenlogo von Haas Automation einen roten Schriftzug enthält, so will das Team in anderen Farben auftreten. "Einerseits möchte man die Farben des Unternehmens darstellen, auf der anderen Seite will man ein Auto, das auffällt", sagt Gene Haas. "Mittlerweile sehen diese ganzen silbernen und grauen Autos alle gleich aus. Eine klare Farbe wäre bestens zu erkennen. Ich persönlich mag Gelb. Ein gleichmäßiges Gelb wäre nett."