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Formel 1 2015: Kann Williams Sotschi 2014 wiederholen?

Williams hofft in Russland auf eine Wiederholung des Podestplatzes von 2014 - Felipe Massa möchte verpatztes Qualifying vom Vorjahr gutmachen

(Motorsport-Total.com) - Während der Grand Prix von Singapur das Kräfteverhältnis in der Formel 1 verzerrte, bildete Suzuka an der Spitze ziemlich genau die aktuellen Machtverhältnisse ab: Auf zwei Mercedes folgten zwei Ferraris, dann ein Williams. Vor der Saison nahm sich letzteres Team vor, Mercedes im WM-Kampf herauszufordern. Als Ferrari zu Saisonbeginn 2015 plötzlich zum Mercedes-Herausforderer avancierte, wurde klar, dass Valtteri Bottas und Felipe Massa um den zweiten Platz in der Konstrukteursweltmeisterschaft (zum WM-Stand) kämpfen müssten. Anhand der realen Gegebenheiten korrigierte man von selbst die Erwartungen nach unten.

Nico Rosberg, Valtteri Bottas

Valtteri Bottas fuhr aufs Podium und machte 2014 in Sotschi eine gute Figur Zoom

"Die Meisterschaftsziele sind ziemlich eindeutig", führt der Technische Direktor Rob Smedley aus. "Wir wollen die Lücke auf die Teams vor uns verkürzen sowie den Vorsprung auf die dahinter ausbauen", hofft der Brite darauf, den dritten Platz bei in der Teamwertung langsam in trockene Tücher zu bringen. Das Streckenlayout ist dabei wie für den Williams FW37 gemacht, mit dem durch Mercedes-Motor und hohe Endgeschwindigkeiten auf den zwei langen Geraden zu rechnen sein sollte. Somit bleibt die Frage: Reicht die Performance, um Ferrari in Schach zu halten?

Mit dem Vorgängermodell, was einer ähnlichen Aerodynamikphilosophie folgte, gelang die Vorstellung in Russland. Bottas landete hinter Lewis Hamilton und Nico Rosberg auf dem Podium, während Teamkollege Massa nach verwachstem Qualifying mit Position elf im Rennen knapp an den Punkten vorbeischrammte. "Ich hoffe, dass ich das Vorjahresqualifying wiedergutmachen kann", lautet die Ansage des Brasilianers vor dem Wochenende.


Im Williams-Cockpit: Der Fahrer bei der Arbeit

Eine Runde im FW37 mit seltenem Einblick Weitere Formel-1-Videos

Durch die Erfahrungen aus Suzuka ist sich Bottas unterdessen sicher, dass man vor Ferrari landen kann. "Von der Pace her waren wir in Japan nahe an Mercedes dran", schätzt er die Lage ein. Im Suzuka-Rennen vereitelte ihm die Strategie ein Vorbeikommen an Kimi Räikkönen, den er bis ins Ziel vor sich herschob, "und ich denke, dass wir ihnen (Mercedes; Anm. d. Red.) in Sotschi wie 2014 nahe kommen können."

Auch Smedley glaubt, dass die Strecke seiner Mannschaft entgegenkommt. Nur das Setup müsse man richtig hinbekommen: "Die Strecke verfügt über schnelle Geraden und Kurven mit niedrigen Geschwindigkeiten. Also muss der Kompromiss beim Anpressdruck korrekt sein."


Fotostrecke: Die Williams-Story

Abseits der Strecke geht es für Williams derweil vergleichsweise ruhig zu. Seit Bottas nach dem Sommer nicht mehr mit Ferrari in Verbindung gebracht wird, dreht sich die Silly Season mit dem Motorenkarussell und offenen Fahrerfragen eher um Red Bull, Renault, Lotus und Haas.

Nebst dem üblichen Geschacher in der Strategiegruppe sorgte lediglich die Vorverlegung des WM-Starts 2016 um zwei Wochen auf Mitte März beim Traditionsteam aus Grove zuletzt für Aufregung. Besonders Williams intervenierte gegen die Maßnahme, da sie die WM-Vorbereitungen um zwei Wochen komprimiert, die für Entwicklungsarbeit angesetzt waren.

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