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Force India bald ein Topteam? "Bräuchten 200 Millionen Pfund"

Der stellvertretende Teamchef Robert Fernley erklärt, warum Force India auch in Zukunft kein Topteam sein wird, die Chancen 2017 aber besser als sonst stehen

(Motorsport-Total.com) - Mit Sergio Perez' Podestplätzen in Monaco und Baku erwies sich Force India diese Saison schon zwei Mal als Favoritenschreck. Dennoch meint der stellvertretende Teamchef Robert Fernley, dass die Topteams völlig außer Reichweite sind. "Um den nächsten Schritt zu machen, bräuchten wir 200 Millionen Pfund (umgerechnet 232 Mio. Euro). Daher muss es wohl in Anbetracht der Tatsachen unser Ziel sein, best of the rest zu sein."

Kimi Räikkönen, Sergio Perez

Force India tanzt Ferrari und Co. immer wieder auf der Nase herum Zoom

Im Gegensatz zu den Topteams wie Mercedes, Ferrari und Red Bull, deren Jahresbudgets sich im Bereich von 300 Millionen Euro ansiedeln, stehen dem indischen Rennstall mit Sitz in Silverstone nur etwas mehr als 100 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung. Dennoch gelang es Force India in den vergangenen Jahren, sich in der Konstrukteurs stetig nach vorne zu arbeiten: 2014 war man Sechster, 2015 Fünfter, und auch nach der ersten Saisonhälfte 2016 ist man Fünfter - nur 15 Zähler hinter Williams.

Force India hat seit Jahren den Nimbus, das effizienteste Team im Feld zu sein. Kein Wunder, dass Fernley auf das neue Reglement ab 2017 spitzt. "Das wird ein aufregendes Jahr, denn alle müssen Autos designen", sagt er gegenüber 'F1i.com'. "Ich würde nicht sagen, dass es für alle gleich ist, aber was die Aerodynamik angeht, ist es ausgeglichener als zuvor."

Robert Fernley

Fernley sieht kaum Chancen, konstant in die Riege der Topteams aufzusteigen Zoom

Die Topteams haben laut dem Briten zwar "effizientere Abläufe, aber dieser Vorteil ist kleiner als zuvor. Dadurch sollten sich uns nächstes Jahr ein paar gute Gelegenheiten bieten". Dann will man auch die Vorteile des Top-Windkanals von TMG in Köln nutzen, in dem man sich seit Anfang des Vorjahres eingemietet hat.

"Das Auto für 2017 wird das erste sein, bei dem wir im Windkanal ein 60-Prozent-Modell benutzen", erklärt Fernley. "In der Vergangenheit, als wir noch in Brackley waren, haben wir noch ein 50-Prozent-Modell benutzt." Zur Erinnerung: Mercedes hat als eines der letzten Topteams im Jahr 2012 auf 60-Prozent-Windkanalmodelle umgestellt, weil diese repräsentativere Daten liefern.

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