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Flavio Briatore: Ron Dennis hat Lewis Hamilton unterschätzt

Der Italiener: Hätte Ron Dennis 2006 schon den Speed Hamiltons gekannt, hätte er niemals Fernado Alonso zu seinem ersten Gastspiel bei McLaren-Mercedes überredet

(Motorsport-Total.com) - Der legendäre "Krieg der Sterne" ist noch heute fast jedem Formel-1-Fan ein Begriff: In der Saison 2007 knallte es beim damaligen Titelanwärter McLaren-Mercedes zwischen den Piloten Fernando Alonso und Lewis Hamilton dermaßen, dass sich am Ende Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen als lachender Dritter den WM-Sieg sicherte. Unvergessen ist beispielsweise die Blockade-Aktion Alonsos im Ungarn-Qualifying, als er so lange an der Box "parkte", bis der hinter ihm wartende Hamilton keine Zeit mehr für seine letzte schnelle Runde hatte.

Fernando Alonso, Lewis Hamilton

So einträchtig sah man Fernando Alonso und Lewis Hamilton 2007 nur selten Zoom

Am Ende des Jahres, nach Mega-Zoff und "Spygate"-Affäre, kehrte der Spanier nach nur einer Saison in Silber wieder zu Renault zurück, während Hamilton 2008 seinen ersten WM-Triumph mit McLaren feiern sollte. Beim Renault-Team wurde Alonso von seinem Manager und Weggefährten Flavio Briatore mit offenen Armen empfangen. Unter Briatores Ägide hatte der Mann aus Oviedo 2005 und 2006 seine beiden WM-Titel eingefahren, ehe er zum ersten unglücklichen McLaren-Intermezzo aufbrach.

Doch wie konnte es überhaupt so weit kommen? In einem Interview mit 'Sky Sports F1' sagt Briatore nun, dass eine Fehleinschätzung des damaligen McLaren-Chefs Ron Dennis die Ursache für die Eskalation war. Der Italiener ist sich sicher: "Ron hatte damals nicht erkannt, wie schnell Hamilton ist. Hätte er es gewusst, dann hätte er Fernando sicher nicht geholt." Zum Verhängnis wurde dem McLaren-Boss nach Briatores Meinung die Tatsache, dass er sich extrem früh die Dienste des Spaniers sicherte. Bereits vor seiner zweiten Weltmeister-Saison 2006 stand fest, dass Alonso am Ende des Jahres nach Woking wechseln würde.

Hamilton war zwar schon lange der sportliche Ziehsohn von Dennis, hatte zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht mal ein GP2-Rennen bestritten. Im Verlaufe des Jahres gewann der junge Brite dann die Nachwuchsserie und schlug bei seinem Formel-1-Debüt 2007 ein wie eine Bombe: In seinen ersten neun Rennen fuhr er immer auf das Podium und führte die Fahrer-Weltmeisterschaft an. Eine Situation, mit der Doppelweltmeister Alonso genau so wenig gerechnet hatte wie Team-Patron Dennis.

"Ein gutes Team hat immer einen Nummer-1-Piloten und einen guten zweiten Fahrer für die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft. Einen ehrlichen, soliden Kerl", erklärt Briatore seine bevorzugte Taktik. Hätte Dennis nach der gehandelt, hätte er sich wohl viel Ärger erspart. Doch Hamilton war eben alles andere als ein "solider" Rookie, sondern sorgte mit seiner frechen Art und den Leistungen auf der Strecke schnell dafür, dass es zwischen den Teamkollegen knallte.

Inzwischen ist Hamilton dreifacher Champion, während Alonso auch bei seinem zweiten McLaren-Gastspiel wegen fehlender Resultate nicht glücklich wird. Verbrieft ist, dass ausgerechnet Briatore ihn im Dezember 2016 nach dem Rücktritt von Weltmeister Nico Rosberg beim Mercedes-Team ins Spiel brachte - als Teamkollegen von Hamilton! Ein Ansinnen, dem die Mercedes-Führung aber kritisch gegenüber stehen soll, und auch der Brite selbst warnte laut Toto Wolff vor der neuerlichen Explosionsgefahr. Die Fans würden eine Neuauflage des "Kriegs der Sterne" sicherlich gebannt verfolgen....

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