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Ferraris Umstellung auf 2022: "Haben das bereits vollzogen"

Ferrari-Sportchef Laurent Mekies erklärt, warum sich sein Formel-1-Team schon jetzt fast ausschließlich auf die Saison 2022 konzentriert

(Motorsport-Total.com) - Ferrari steht laut eigener Einschätzung in der Formel-1-Saison 2021 besser da als noch im vergangenen Jahr. Und auch nach Punkten verläuft das aktuelle Jahr erfolgreicher: Charles Leclerc und Carlos Sainz haben zusammen bereits 42 Punkte gesammelt, gegenüber 27 im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Trotzdem stellt Ferrari die Arbeit am Projekt 2021 ein, zugunsten des 2022er-Autos unter dem dann neuen Formel-1-Reglement.

Carlos Sainz, Charles Leclerc

Ferrari denkt jetzt fast ausschließlich über die Formel-1-Saison 2022 nach Zoom

Mehr noch: Das italienische Formel-1-Traditionsteam befindet sich nicht nur gedanklich schon im nächsten Jahr. "Im Prinzip", sagt Ferrari-Sportchef Laurent Mekies in Barcelona, "haben wir den Wechsel schon komplett vollzogen."

Kurz nach Saisonbeginn 2021 seien nur noch wenige Mitarbeiter mit der Weiterentwicklung des Ferrari SF21 beschäftigt. Im Umkehrschluss bedeutet das, ein Großteil der Belegschaft arbeitet bereits am neuen Fahrzeug für 2022. "Wenn ich eine Zahl nennen müsste, dann könnte man sagen, 90 Prozent, 95 Prozent", erklärt Mekies dazu.

Was Ferrari jetzt noch mit dem SF21 machen will

"Wir konzentrieren uns eben auf 2022. Das hat [Teamchef] Mattia [Binotto] schon mehrfach klargestellt", meint der Ferrari-Sportchef weiter. Der aktuelle Ferrari-Aufschwung mit besseren Ergebnissen "wird unsere Strategie nicht ändern, auch wenn das Feld sehr eng beisammen liegt und nur ein paar Zehntel oder gar Hundertstel den Unterschied zwischen P6 und P3 machen".


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Was aber nicht bedeuten müsse, dass Ferrari nicht doch noch weiter am SF21 arbeite, sagt Mekies. Er spricht aber explizit von "Details" und stellt somit keine größeren Updates in Aussicht. Nur so viel: "Man lernt natürlich an der Rennstrecke dazu, die Korrelation wird besser." Man werde die natürliche Steigerung im Laufe einer Saison mitnehmen, sehr viel mehr nicht.

"Das heißt: Wir fahren einfach die noch ausstehenden 20 oder 19 Rennen mit dem aktuellen Kräfteverhältnis", sagt Mekies. "Manchmal liegen nur ein paar Zehntel oder Hundertstel zwischen den einzelnen Autos. Daher kommt es auf uns an der Strecke oder im Werk an, wie gut unsere Vorbereitung ausfällt, bevor wir an den Rennplatz kommen."

Der Vorteil des frühen Schwenks auf 2022 für 2021

Man werde die Saison 2021 sicherlich nicht herschenken, aber eben ein reduziertes Programm absolvieren, unter Ausnutzung des natürlichen "Lernprozesses bei jedem Rennen", wie es Mekies beschreibt. Ziel sei, die Leistung des SF21 "auf den Punkt" zu bringen und "alles zu optimieren".

Der große Vorteil an dieser Strategie sei: "Wir wissen, was wir haben", meint Mekies. Sprich: Das Auto verändert sich nur minimal, bleibt praktisch über das komplette restliche Jahr eine Konstante. "Und das ist auch eine gute Nachricht für das Rennteam."

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