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AlphaTauri: 2022 zu opfern kommt nicht in die Tüte

AlphaTauri sorgt in der laufenden Formel-1-Saison mit starker Pace für staunende Gesichter, für das kommende Jahr geht der Rennstall aber keine Kompromisse ein

(Motorsport-Total.com) - AlphaTauri mischt die Formel 1 in diesem Jahr auf. Mit Pierre Gasly und Rookie Yuki Tsunoda zeigten die Italiener sowohl in Bahrain als auch in Imola eine teilweise überragende Pace, einzig die Belohnung im Rennen fiel bislang noch spärlich aus. Das Potenzial, um die großen Teams zumindest ab und an zu ärgern, scheint der Rennstall von Teamchef Franz Tost aber auf jeden Fall zu haben.

Pierre Gasly

AlphaTauri mischt in diesem Jahr im Konzert der Großen mit Zoom

Technikchef Jody Egginton übt sich trotz der unübersehbaren Qualitäten des Autos aber in Tiefstapelei. "Ich habe es schon oft gesagt und es ist vielleicht langweilig. Aber wir sind momentan im Mittelfeld dabei und Franz hat klargestellt, dass wir um Platz fünf in der Konstrukteurs-WM mitmischen wollen. Das ist unser Ziel. Ob wir das konstant schaffen, kann man noch nicht sagen", sagt Egginton.

Die Voraussetzungen scheinen jedoch allemal vorhanden. Mit acht Punkten liegt AlphaTauri derzeit bereits auf diesem fünften Platz, dabei war so viel mehr möglich. Gerade für Gasly, der in Bahrain mit einem bitteren Fehler möglicherweise eine Top-5-Platzierung wegwarf.

Egginton: AT02 konkurrenzfähiger als letztes Auto

In Imola brachte sich Tsunoda mit einem Unfall früh in Q1 um alle Chancen auf ein gutes Ergebnis, zudem erwies sich die Strategie bei Gasly, mit Regenreifen zu starten, als falsch und kostete womöglich ebenfalls mehrere Plätze. Schlussendlich wurde er immerhin noch Siebter.


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Auch Egginton gibt zu, dass dem Team mit dem AT02 ein guter Wurf gelungen sei. "Das Auto ist konkurrenzfähiger als vergangenes Jahr. Wir haben die meisten unserer Ziele im Winter erreicht. Dabei ging es darum, die Lücke zu schließen und das Auto für ein breiteres Fenster an Bedingungen gut aufzustellen", erklärt er.

Wie auch alle anderen Teams steht AlphaTauri in diesem Jahr aber vor der Frage, wie lange das aktuelle Fahrzeug noch weiterentwickelt und wann der Fokus komplett auf das völlig neue Auto für die Regelrevolution 2022 gelegt wird. Für den Rennstall aus Faenza steht fest: es wird keine Kompromisse geben.

2022 wird nicht gefährdet

"Wir müssen abliefern", stellt Egginton mit Blick auf das kommende Jahr klar. Die Herausforderung bestehe darin, die vorhandenen Ressourcen für das aktuelle Auto bestmöglich zu nutzen. "Aber ich fühle mich nicht in einer Position, um zu sagen, dass wir für 2021 mehr pushen und 2022 ist dann das Ergebnis, das übrig bleibt", sagt er.


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Als erstes der zehn Teams hatte Haas seine Entwicklung am aktuellen Fahrzeug gestoppt. In Imola kamen bereits die letzten Updates für diese Saison. Auch Williams kündigte an, nur noch keine Verbesserungen vorzunehmen. Und sogar Mercedes-Teamchef Toto Wolff sprach bereits von "kniffligen Entscheidungen", die das Team im WM-Kampf treffen müsse.

Egginton erklärt, dass bereits viele Ressourcen in der Entwicklung des 2022er-Autos stecken würden. "Wir setzte nicht alles auf eine Karte in dem Glauben, dass das jetzt unsere Chance ist. Wir wollen jedes Jahr besser werden", sagt er: "Wir wollen den nächsten Schritt gehen. Ich denke nicht, dass man es akzeptieren würde, wenn wir umschwenken und das nächste Jahr gefährden."

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