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"Ferrarigate": Mercedes mobilisiert mit Schreiben gegen Ferrari

Die Nicht-Ferrari-Teams wollen den "Kuhhandel" zwischen der FIA und Ferrari in Sachen Motoren-Betrugsaffäre nicht akzeptieren und leiten die nächsten Schritte ein

(Motorsport-Total.com) - Der mutmaßliche Betrugsskandal um das Ferrari-Team und den "Kuhhandel" mit dem Automobil-Weltverband FIA schlägt weiterhin hohe Wellen.

Toto Wolff, Mattia Binotto

Zwischen Toto Wolff und Mattia Binotto herrscht jetzt so etwas wie "Kalter Krieg" Zoom

Bereits am Freitagabend (also am Tag der FIA-Aussendung) hat ein Insider gegenüber 'Motorsport-Total.com' angekündigt, die FIA-Aussendung sei voraussichtlich noch lange nicht das Ende der Betrugsaffäre, sondern erst der "Anfang eines sehr langwierigen Prozesses".

Das scheint sich nun konkret zu bestätigen.

Im Podcast 'Starting Grid' sowie im parallel veröffentlichten Hintergrund-Video mit Chefredakteur Christian Nimmervoll wurde bereits am Wochenende erklärt, dass (und warum) aus dem einstigen Tauwetter zwischen Ferrari und Mercedes inzwischen wieder "Kalter Krieg" geworden ist. Ein Bild, das sich deckt mit dem, was jetzt hinter den Kulissen passiert.

Wie 'F1-insider.com' berichtet, hat Mercedes-Teamchef Toto Wolff "ein Schreiben an alle Nicht-Ferrari-Teams in der Formel 1 (also alle außer Ferrari, Alfa Romeo, Haas) geschickt, um gemeinsam gegen die private Abmachung vorzugehen, die der Automobilverband mit Ferrari getroffen hat".

Der Plan ist offenbar, gemeinsam Druck auf die FIA und Ferrari auszuüben, die Details des scharf kritisierten "Kuhhandels", über den zunächst Stillschweigen vereinbart worden war, öffentlich zu machen.


Die exklusive Inside-Story zum Betrugsskandal in der F1

In der Branche gibt es keine zwei Meinungen darüber, dass Ferrari im Bereich der Antriebstechnologie 2019 den legalen Bereich verlassen hat. Doch dass das unter den Teppich gekehrt werden soll, treibt so manchen Ferrari-Konkurrenten zur Weißglut.

Ob es Wolff gelingen wird, dass alle sechs anderen Teams sein Schreiben unterzeichnen, ist derzeit nicht bekannt.

Doch selbst wenn der eine oder andere wider Erwarten nicht mitziehen sollte, steht eines fest: Der Druck auf die FIA, Ferrari nicht so leicht davonkommen zu lassen, wird in den nächsten Tagen und Wochen weiter zunehmen.

Von anderen Teams gibt es zu der sensiblen Materie weiterhin keine offiziellen Statements. Was bei so einem Thema auch nicht weiter verwunderlich ist.

Sollte der Saisonauftakt in Australien aber wie geplant stattfinden (trotz Coronavirus), könnte die erste FIA-Pressekonferenz des Jahres 2020 am Donnerstag in Melbourne eine sehr, sehr interessante Angelegenheit werden ...

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