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Ferrari-World in Abu Dhabi: Großer Spaß in Rot

Wie durch eine "ambitionierte Idee" innerhalb von vier Jahren ein gigantischer Ferrari-Themenpark aus der Wüste wuchs - Brückenschlag zwischen den Kulturen

(Motorsport-Total.com) - Ferrari will am kommenden Wochenende in Abu Dhabi noch einmal ein sportliches Zeichen setzen und mit Fernando Alonso den Titel holen. Doch bereits vor wenigen Tagen machte man sich im Emirat unsterblich. Die 200.000 Quadratmeter umfassende Ferrari-World wurde eröffnet - zunächst nur für VIP-Gäste und Medienvertreter, später sollen täglich bis zu 10.000 Besucher den roten Mythos mit einem Kreischen und vergnügtem Blick erleben.

Ferrari World: Mit 240 Sachen geht es per Achterbahn durch Abu Dhabi Zoom

Kreischen von typischen Ferrari-Rennmotoren mit Höchstdrehzahl? Nein, man darf davon ausgehen, dass etwaige Triebwerke jederzeit von hochfrequenten Schreien der Besucher übertönt werden. Verantwortlich dafür sind insgesamt 20 Fahrgeschäfte und Attraktionen, die - entsprechend der Königsklasse Formel 1 - fast ausnahmslos abolut am Limit gebaut sind.

Die Ferrari-World von Abu Dhabi, in Nähe zur modernen Formel-1-Strecke auf der Yas-Halbinsel gelegen, ist nicht nur ein Spielplatz für Motortsportverrückte, sondern es ist vor allem der weltgrößte Indoor-Vergnügungspark. "Hier gibt es Motorsport, tolle GT-Autos und Nostalgie", schwärmt Park-Manager Andy Keeling. "Es ist kein Museum, keine Verkaufsfläche für Automobile."

Kernstücke des Spaßtempels im Nahen Osten sind die knallrote, 240 km/h schnelle Achterbahn - nach Ferrari-Angaben die schnellste der Welt - und der 62 Meter hohe "Tower Ride". Die Vergnügungssüchtigen werden dort in 62 Meter Höhe katapultiert, um die erheblichen g-Kräfte zu spüren, wie sie die Werksfahrer Fernando Alonso und Felipe Massa im aktuellen F10 immer wieder ertragen müssen.

An anderer Stelle ist ein Formel-1-Simulator aufgebaut, der dem originalen Trainingsgerät in Maranello nachempfunden ist. Angeblich haben die Techniker die exakt gleiche Software aufgespielt, die Alonso und Massa für ihre virtuellen Runden benutzen. Angesichts der großen Geheimhaltung bezüglich Formel-1-Simulatoren darf dies jedoch zumindest leicht angezweifelt werden.

¿pbvin|512|3261||0|1pb¿Bei der "GT Challenge" rasen zwei Ferrari F430 nachempfundene Achterbahnen nebeneinander im Eiltempo, es gibt Überholmanöver und "Rad-an-Rad-Duelle". Die Farbe Rot steht in der Ferrari-World natürlich stets im Vordergrund. Was überrascht, sind viele Anlehnungen an Comic- oder Horrorfiguren. Für zusätzlichen Spaß sorgt die Galerie der roten Toppiloten, wo man den Namen Kimi Räikkönen prompt falsch geschrieben hat.

Der kleine Orthografiefehler ("Kimi Räikönnen") ist ein Makel, der zum gigantischen Ferrari-Park in Abu Dhabi so gar nicht passen will. Es ist nur eine Frage weniger Wochen bis der Schriftzug ausgetauscht sein wird. "Vor nur vier Jahren war es ein Projekt, eine Idee", erinnert Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo. "Vielleicht war es eine sehr ambitionierte Idee, aber jetzt ist es fantastische Realität."

Zwei Jahre lang wurde geplant, auf der Yas-Halbinsel wurde Erdreich verschoben, teils angefüllt - die Baugenehmigung war innerhalb weniger Tage da. Die eigentliche Bauphase dauerte zwei Jahre. "Wir sind allen dankbar, die geholfen haben", so Montezemolo. "Abu Dhabi ist eine tolle Stadt, die stets in Richtung Zukunft schaut. Wir sind sehr stolz, dass wir diese Leidenschaft teilen."

"Dieser Park kombiniert Technologie mit Tradition. Aber es ist nicht nur für Motorsportfans attraktiv, sondern für die ganze Familie", wirbt der Italiener um zukünftige Kunden. "Etwas anderes war für uns auch wichtig: Der Bau repräsentiert auch ganz Italien in der Welt. Wir sehen diesen Themenpark als Brückenschlag zwischen den beiden Kulturen."


Fotos: Ferrari World in Abu Dhabi


Für den Bau der gigantischen Anlage wurden 185.000 Kubikmeter Beton und 12.370 Tonnen Stahl benötigt. Was das alles gekostet hat? Darüber schweigt man sich aus. Das Geld kommt nicht von Ferrari aus Maranello, sondern von Investoren aus Abu Dhabi und Umgebung, die sich von den Italienern die Namensrechte sicherten - darunter die Investmentfirma ALDAR.

Der Park erlebt derzeit sein "Soft-Opening" - er ist schon geöffnet, ohne eine offizielle Zeremonie erlebt zu haben. Diese soll Ende November folgen. Geöffnet ist die Ferrari-World immer Dienstags bis Sonntags ab Mittag. Eintrittspreis: 45 Euro für alle, die sich in die Warteschlange stellen möchten, 75 Euro für diejenigen, die auf der Überholspur an den Wartenden vorbei wollen.

Ein Familienausflug wird so schnell zu einem teuren Vergnügen, aber auch europäische Spaßtempel sind nicht günstiger. Angesichts dieser Preise wird man die Investitionen kaum einspielen können. "Die Gesichter der glücklichen Schulkinder sind das, was uns entschädigt", sagt Ferrari-Markenmanager Claus Frimand. Was er nicht sagt: Ferrari-World ist ein Prestigeobjekt für Abu Dhabi und ein Glücksgriff für die Italiener. Mit erfolgsversprechendem Investment hat dies nur wenig zu tun.

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