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Ferrari: Große Freude über Schumachers Sieg

Während man den ersten Sieg des F2002 feiern konnte, hatten die Italiener auch den Ausfall von Barrichello zu beklagen

(Motorsport-Total.com) - Nach 71 Runden konnte die Ferrari-Crew in Interlagos über den Sieg von Michael Schumacher im F2002 beim Debüt-Rennen mit dem neuen Auto jubeln. Gleich von Rennbeginn an zeigte der Deutsche was im neuen Ferrari steckt, als er genauso gut wie Juan-Pablo Montoya startete, Rad an Rad mit dem Kolumbianer durch das Senna-S fuhr, ihn ausbeschleunigte, und vor der Curva do Sol seine Position verteidigte, wobei der BMW-Williams-Pilot ihm hinten auffuhr und sich dabei den Frontflügel abschlug.

Schumacher und Brawn

Schumacher und Brawn freuten sich riesig über den Sieg in Brasilien

Während Montoya zurück an die Box musste, konnte Schumacher seine Fahrt ohne Probleme fortsetzen und begann langsam seinen Vorsprung auf die Verfolger auszubauen. Rubens Barrichello kämpfte sich mit seinem F2001 derweil innerhalb von vier Runden von Startplatz 8 auf Position 3 vor und holte in Siebenmeilenstiefeln auf. Im Durchschnitt eine halbe Sekunde pro Runde schneller als Schumacher im F2002, überholte der Brasilianer dann seinen Teamkollegen und ging in Runde 13 in Führung. Lange währte die Freude darüber jedoch nicht, denn schon drei Runden später wurde der Paulista langsam und musste seinen F2001 mit Hydraulikdefekt abstellen.

Michael Schumacher übernahm wieder die Führung und kam in Runde 38 dann zum ersten und einzigen Stopp. Nachdem sein auf Platz 2 liegender Bruder ebenfalls nachgetankt und neue Reifen gefasst hatte, führte der ältere der beiden Schumachers wieder das Feld an. Bis zum Rennende lieferten sich die beiden dann einen spannenden Kampf in dessen Folge Ralf Schumacher den Abstand zwar auf eine halbe Sekunde bei Zieldurchfahrt verkürzen, jedoch nicht am Ferrari seines Bruders einen Weg vorbeifinden konnte.

Sichtlich zufrieden über den Sieg im F2002 bei dessen Renndebüt, freute sich Michael Schumacher über seinen 55. Sieg und erklärte nach dem Grand Prix: "Dieses Rennen gewonnen zu haben hat nichts mit Glück zu tun. Wir haben hart dafür gearbeitet und ein neues Auto und die Bridgestone-Reifen entwickelt. Ich mag diese Strecke, denn sie ist technisch anspruchsvoll und deshalb eine Herausforderung. Juan-Pablo fuhr gut und ich dachte, dass ich ihn vor der ersten Kurve ausbremsen könnte, doch er bremste ziemlich spät und deshalb bereitete ich mich vor ihn in der zweiten Kurve auszubremsen. Er ließ mir genug Platz und ich kam an ihm vorbei. Ich weiß nicht, was dann in Turn 4 passiert ist. Jedenfalls fuhr ich nach innen und überließ ihm die Außenbahn. Zum Ende des Rennens war es nicht schwer Ralf hinter mir zu halten. Ich wusste, dass die einzige Stelle an der er mich überholen können würde Turn 1 war, weshalb ich mich darauf konzentrierte ihm dort durch mein spätes Bremsen keine Chance zu geben. Im Infield kann man nicht überholen wenn der Vordermann keinen Fehler macht, weshalb ich mich nicht weiter von ihm zu lösen versuchte. Hier mit dem neuen Auto gewonnen zu haben stimmt mich optimistischer in Bezug auf unsere Leistungsfähigkeit auf Strecken auf denen wir letztes Jahr Probleme hatten. Aber natürlich haben wir noch Spielraum für Verbesserungen."

Rubens Barrichello, der bis vor seinem technisch bedingten Ausfall die Stimmung auf den Tribünen durch seine tolle Vorstellung angeheizt hatte, nahm sein frühes Aus gelassen und machte dafür das scheinbar an seinen Fersen klebende Pech verantwortlich: "Wir hatten uns für eine andere Strategie als Michael entschieden, denn ich startete ja aus der vierten Reihe und meine Strategie gab mir in der Anfangsphase des Rennens die Möglichkeit Plätze gutzumachen. Alles lief bestens und ich konnte sogar die Führung übernehmen. In Anbetracht der Kombination unserer beiden Strategien denke ich, dass ich ebenfalls auf dem Podium hätte stehen können. Leider hatte ich dann ein Hydraulikproblem an meinem Auto und schied aus. Der F2001 fühlte sich heute wirklich total gut an und ich wollte das durch ein tolles Ergebnis zeigen. Auch wenn ich nach den ersten drei Rennen noch keine WM-Punkt habe, so ist meine Motivation doch nach wie vor hoch. Zum Teil auch deshalb, weil ich fühle, dass ich heute gezeigt habe wozu ich fähig bin. Die Fans waren einfach fantastisch und es tut mir Leid, dass ich ihnen am Ende nur bei meinem Weg zurück an die Box zuwinken konnte. Ich hätte ihnen viel lieber am Ende des Rennens gewunken. Ich freue mich für Michael und über seinen Sieg im neuen Auto. Das ist sehr ermutigend für die weitere Saison."

Ferrari-Sportdirektor Jean Todt freute sich über den Sieg von Schumacher: "Das war ein großartiges Rennen. Wir haben unseren zweiten Sieg in diesem Jahr geholt und den ersten beim Renndebüt des F2002. Michael war fantastisch und ist ein außergewöhnliches Rennen gefahren. Rubens ist ebenfalls unglaublich gut unterwegs gewesen und fuhr von Platz 8 auf Platz 1 vor, bevor ihn leider ein Hydraulikproblem aus dem Rennen warf. Das Team und Bridgestone haben einen tollen Job gemacht. Vor uns liegt noch eine Menge Arbeit und wir wissen, dass die Meisterschaft noch absolut offen ist und schwierig werden wird. Wir haben heute großen Mut und unsere Entschlossenheit mit dem Sieg hier in Brasilien bewiesen."

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