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Ferrari bleibt in der Formel 1 - 'GPWC' vom Tisch?

Sensationelle Wende im Poker um die Formel 1: Ferrari hat eingewilligt, über das Jahr 2008 hinaus, bis 2012, in der Formel 1 zu bleiben

(Motorsport-Total.com) - Eine sensationelle Wende zeichnet sich im endlosen Poker um die Zukunft der Formel 1 ab: Trotz aller Lockrufe der Herstellervereinigung 'GPWC', zu der auch Fiat gehört, hat sich Ferrari dazu verpflichtet, bis mindestens 2012 in der Formel 1 zu bleiben. Für eine etwaige Konkurrenzserie bedeutet dies einen herben Rückschlag.

Michael Schumacher und Rubens Barrichello

Ferrari wird bis mindestens 2012 an der Formel-1-Weltmeisterschaft teilnehmen Zoom

Bernie Ecclestones 'Formula One Management', der Automobilweltverband FIA und Ferrari haben in einer gemeinsamen Pressemitteilung völlig überraschend erklärt, dass das Concorde Agreement, das eigentlich 2008 ausläuft, bis 2012 verlängert werden soll. Auf die entsprechenden Rahmenbedingungen haben sich die betroffenen Parteien offenbar heute geeinigt. Inwiefern dies mit den anderen Teams abgesprochen ist, ist derzeit jedoch noch unbekannt.#w1#

Ferrari hat auf 'GPWC'-Köder nicht angebissen

Wichtigste Aussage dieser Bekanntgabe ist, dass Ferrari der Formel 1 in ihrer aktuellen Form treu bleibt und nicht ins 'GPWC'-Boot überläuft. Wie es 'FOM'-Chef Bernie Ecclestone und FIA-Präsident Max Mosley geschafft haben, die Italiener dazu zu bewegen, ist nicht bekannt, man darf jedoch annehmen, dass Ecclestones 500-Millionen-Euro-Köder, der bis 2007 unter allen Teams aufgeteilt werden soll, gezogen hat. 2003 hatte schließlich auch die 'GPWC' versucht, ausschließlich Ferrari mit 50 Millionen Euro anzulocken.

"Wir sind sehr erfreut", strahlte Mosley, "diese Übereinkunft mit dem kommerziellen Rechteinhaber und dem ältesten Team der Formel 1 geschlossen zu haben. Diese Entwicklung ist signifikant, weil dadurch die weitere Entwicklung der wichtigsten Meisterschaft der FIA gesichert ist." Ähnlich äußerte sich Ecclestone: "'Formula One Management' ist glücklich, dass diese Übereinkunft zustande gekommen ist und dass die Zukunft der Formel 1 stabilisiert ist."

Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo unterstrich in seinem Statement, dass die FIA, 'FOM' und Ferrari "eine starke Botschaft für die zukünftige Stabilität der Formel 1" hinausschicken. Außerdem zeigte er sich erfreut, dass seine Bedingungen akzeptiert worden sind: "Diese Übereinkunft geht einher mit dem, was sich Ferrari erwartet hat, und sie ist langfristig ausgelegt." Darüber hinaus betonte er, dass Ferrari das einzige Team ist, das seit Anbeginn der Formel-1-Weltmeisterschaft ohne Unterbrechung daran teilgenommen hat.

Concorde Agreement ab spätestens 2008 in neuer Form

Laut Auskunft des italienischen Traditionsrennstalls liegt der heutigen Bekanntgabe eine Unterschrift unter das Concorde Agreement zugrunde, allerdings unter eine "neue Version", wie es in einer offiziellen Mitteilung heißt. Diese dürfte jedoch von den anderen Teams noch nicht unterschrieben worden sein. Nur: Aufgrund von Ferraris Reputation werden wohl alle gezwungen sein, das neue Concorde Agreement, welches spätestens 2008 in Kraft treten soll, zu akzeptieren.

Möglich erscheint unter diesem Gesichtspunkt jedoch auch, dass sich nun alle sportpolitischen Diskussionen der letzten Jahre binnen weniger Wochen in Luft auflösen, denn wenn die 'GPWC' keine Teams für ihre Pläne gewinnen kann, macht eine Konkurrenzserie keinen Sinn - vor allem ohne das Zugpferd Ferrari. In jedem Fall bedeutet der heutige Tag also einen bedeutsamen Schritt in eine Zukunft ohne gespaltene Formel 1.

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