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Fernando Alonso erwartet für 2022 keinen engen Wettbewerb

Trotz der Regelrevolution in der Formel 1 im kommenden Jahr glaubt Fernando Alonso nicht, dass das Feld sofort eng zusammenrücken wird

(Motorsport-Total.com) - Die Formel-1-Saison 2022 wirft ihre Schatten bereits voraus. Zahlreiche Teams haben mit Blick auf die Regelrevolution die Entwicklungen am aktuellen Auto bereits eingestellt oder auf ein Minimum reduziert, um die neuen Regularien für ihre Gunsten nutzen zu können. Denn im aktuell besonders an der Spitze klar definierten Feld sehen viele Teams ihre Chance, im kommenden Jahr einen Sprung zu machen.

Fernando Alonso

Fernando Alonso erwartet für 2022 kein enges WM-Duell Zoom

Zuletzt äußerte Mercedes-Teamchef Toto Wolff jedoch Bedenken, dass die in diesem Jahr meist geringen Abstände durch die neuen Regeln wieder vergrößert werden. Und auch Fernando Alonso glaubt nicht, dass im kommenden Jahr gleich mehrere Teams um den WM-Titel kämpfen können.

"Ich denke, im ersten Jahr gibt es immer ein Team, das ein gewisses Extra bekommt mit den neuen Regeln, indem es die Regeln etwas anders interpretiert und dadurch vielleicht einen Vorteil bekommt", sagt der Spanier im Interview mit unseren Kollegen von 'Autosport'. Dieser Effekt sei jedoch nur von kurzer Dauer.

Alonso überzeugt: Engerer Wettbewerb wird kommen

"Hoffentlich bedeutet dieses neue Reglement nach zwei, drei Jahren einen engeren Kampf. Das wäre besser für die Zukunft", glaubt der zweimalige Weltmeister. "Ich weiß also nicht, ob dieser enge Wettbewerb schon 2022 kommt, aber er wird kommen", ist er überzeugt.


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Dies hängt für Alonso auch mit dem Geist des neuen Regelwerks zusammen. "All die Regeln sind so konzipiert, dass diese cleveren Lösungen bestmöglich abgedeckt und die für die Performance relevanten Teile des Autos standardisiert werden, um einen engeren Wettbewerb zu schaffen", erklärt Alonso.

Eigentlich sollten die neuen Regeln bereits in dieser Saison eingeführt werden, die Corona-Pandemie und die dadurch entstandenen finanziellen Probleme für die Teams sorgten jedoch für eine Verschiebung auf 2022. Für 2021 blieben die Regeln hingegen zum Großteil stabil, weshalb sich auch an der Rangordnung mit Mercedes und Red Bull an der Spitze kaum etwas geändert hat.

Alonso wünscht sich Revolution

Mit dem Begriff "Übergangsjahr" kann der leidenschaftliche Racer Alonso aber wenig anfangen, denn "jedes Wochenende, wenn du an einer Rennstrecke bist, bist du ein Mitbewerber und willst liefern, du willst Rennen fahren und gute Leistungen bringen", erklärt der Alpine-Pilot.

In der Realität sei 2021 aber ein Vorbereitungsjahr, "ohne Zweifel", das gibt der 39-Jährige zu. Gleichzeitig biete das aktuelle Jahr aber auch die Möglichkeit, verschiedene Dinge zu testen, etwa die neuen Sprint-Qualifyings. "Es ist auch eine Testsaison für viele Dinge", sagt Alonso, der mit Blick auf 2022 einen klaren Wunsch hat: "Ich hoffe, wir haben 2022 keine Kontinuität, sondern eine Revolution. Das ist es, was wir wollen."

(Das komplette Interview mit Fernando Alonso können Sie im neuen Autosport-Magazin nachlesen, das am 20. Mai im Handel erscheint. Online können Sie das Magazin hier erwerben: https://www.autosportmedia.com)

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