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Fernando Alonso: Dritter WM-Titel nur bei zwei Teams möglich

Der McLaren-Star ist komplett überzeugt, am richtigen Ort zu sein. Nur ein weiteres Team könne ihm noch seinen dritten WM-Sieg garantieren - Ferrari ist es nicht

(Motorsport-Total.com) - Zwei fünfte Plätze als beste Resultate (Ungarn 2015 und Monaco 2016) und 35 WM-Zähler stehen bislang als magere Bilanz von Fernando Alonsos zweitem McLaren-Gastspiel zu Buche. Vor knapp zwei Jahren traf der Spanier die Entscheidung, Ferrari trotz laufenden Vertrags zu verlassen und sich dem McLaren-Honda-Projekt anzuschließen. Dort erlebte er jedoch einen kapitalen Fehlstart - besonders der nicht-konkurrenzfähige Honda-Antrieb machte Alonso und Teamkollege Jenson Button das Formel-1-Leben zur Hölle. Bereut haben will der Doppelweltmeister aus Oviedo seine Entscheidung aber bis heute nicht.

Ron Dennis, Fernando Alonso

Fernando Alonso und Ron Dennis glauben an eine tolle Zukunft von McLaren-Honda Zoom

Alonso setzt auf stetige Fortschritte im Team und auf die Zukunft. 2017 will er mit McLaren-Honda wieder um Siege und den Titel kämpfen - auch wenn das Team derzeit noch ein gutes Stück davon entfernt ist. Doch der Spanier ist der festen Überzeugung, nach wie vor am richtigen Ort zu sein: "Wann es ums Fahren geht, wie konkurrenzfähig ich sein kann oder um meine Hoffnungen auf einen dritten WM-Titel, dann sind entweder Mercedes oder McLaren-Honda der richtige Platz." Alonso glaubt, dass ein WM-Sieg in naher Zukunft nur über diese beiden Teams geht. Seine Ex-Liebe Ferrari oder das wiedererstarkte Red-Bull-Team hat er dabei nicht auf der Rechnung.

Obwohl sein Nachfolger Sebastian Vettel im vergangenen Jahr mit der Scuderia drei Siege einfuhr, bekräftigt Alonso: "Ich lag richtig. Ich lag richtig, weil es sich für mich richtig anfühlte", begründet er seinen vorzeitigen Abschied von den Italienern. "Als ich 2014 diese Entscheidung traf, hatte ich noch zwei Jahre in meinem Vertrag, aber es fühlte sich richtig an, das Team zu verlassen. Egal welche Ergebnisse dort 2015, 2016 oder in der Zukunft eingefahren werden, ich hatte eine fantastische Zeit bei Ferrari und ich wollte mit diesem tollen Gefühl aufhören. Es wurde jedes Jahr noch ein wenig stressiger, weil wir nicht gewannen und es schien, als wäre man daran schuld", holt er weit aus.

Alonso wünscht Ferrari nichts Böses

Dass die Roten auch in diesem Jahr wohl nicht die Weltmeisterschaft holen und zuletzt sogar hinter Red Bull zurückfielen, beobachtet Alonso aber ohne Genugtuung. "Es ist überhaupt keine Erleichterung für mich, dass sie nicht gewinnen oder weitere Probleme haben. Ich wünsche Ferrari keine Probleme, es ist ein Team, das immer einen Platz in meinem Herz haben wird", stellt er klar. Mit der Vergangenheit hat der 35-Jährige längst abgeschlossen - sogar die Gegenwart interessiert ihn derzeit nur noch am Rande: Sein Fokus liegt bereits voll und ganz auf McLaren-Honda-Zukunft 2017.


Fotostrecke: Fernando Alonsos McLaren-Achterbahnfahrt

Alonso weiß: Kommende Saison ist das Jahr der Wahrheit für sein Team. Sollte das englisch-japanische Projekt auch im dritten Jahr seiner Partnerschaft nicht den Anschluss an die Spitze herstellen können, muss der Doppel-Champion seinen Traum vom dritten WM-Titel wohl begraben. Der ist aber das ausgewiesene Ziel - so sehr, dass der Spanier längst einen Haken unter 2016 gemacht hat: "Wir kümmern uns nicht mehr groß um Resultate, sondern konzentrieren uns nur darauf, Weltmeister zu werden. Das erfordert aber große Verbesserungen für das kommende Jahr und weitere Anstrengungen in dieser Saison mit Blick auf das nächstjährige Auto."

Updates für den MP4-31 gibt es nur noch, wenn diese auch dem 2017er-Boliden etwas nützen, ansonsten liegt der Fokus ganz klar auf einer Verbesserung der Honda-Antriebseinheit. "Die Power Unit wird der Schlüssel für uns sein - sie ist immer noch das größte Handicap, das wir derzeit haben. Wir müssen pushen, um nächstes Jahr einen Antrieb zu haben, der vergleichbar mit dem der Konkurrenz ist", macht Alonso Druck und nimmt besonders die japanische Seite des Teams in die Pflicht.

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