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Fernando Alonso: Bei allen drei Topteams angeklopft!

Der ehemalige Weltmeister Fernando Alonso hat bei Mercedes, Ferrari und Red Bull deponiert, dass er Interesse an einer Rückkehr in die Formel 1 hat

(Motorsport-Total.com) - Fernando Alonso hat offenbar allen drei aktuellen Topteams der Formel 1 mitgeteilt, dass er eine Rückkehr in die Königsklasse in Betracht ziehen würde. Allerdings hält sich das Interesse von Mercedes, Ferrari und Red Bull an den Diensten des zweimaligen Weltmeisters (2005/06) mit seinen bald 38 Jahren in Grenzen.

Bei Mercedes versucht Alonso, das ist kein Geheimnis, nicht erst seit dem überraschenden Rücktritt von Nico Rosberg Ende 2016 einen Fuß in die Tür zu bekommen. "Jeder weiß, dass Fernando zu den Besten zählt. Daran zweifelt niemand", sagt Teamchef Toto Wolff und bestätigt, dass es Kontaktaufnahmen seitens des Alonso-Camps gegeben hat: "Das hat er ja selbst gesagt."

Zuletzt hatte der ehemalige Formel-1-Boss Bernie Ecclestone erklärt, dass eine Fahrerpaarung Hamilton/Alonso, eine Neuauflage des explosiven McLaren-Duells von 2007, sportlich gesehen eine Aufwertung der Königsklasse wäre. Aber Wolff grinst nur über Ecclestones Aussagen: "Er muss den Bullen ja nicht reiten!"

Gegen einen Alonso-Wechsel zu Mercedes sprechen mehrere Faktoren. Erstens hat man ihm in Stuttgart nie verziehen, dass er bei der 100 Millionen US-Dollar schweren Spionage-Strafe gegen McLaren-Mercedes 2007 mit seinen Hinweisen an die FIA eine maßgebliche Rolle gespielt hat.

Bottas liefert Mercedes keinen Grund zu wechseln

Zweitens: Selbst wenn man der Ansicht sein sollte, dass Valtteri Bottas nicht gut genug ist (und momentan gibt es dafür keine Anzeichen), würde man wohl eher in Richtung Max Verstappen oder Sebastian Vettel tendieren als in Richtung Alonso. Verstappen ist 21, Alonso bald 38 Jahre alt.

Drittens: Alonso hat seit 2006 keine WM und seit 2013 keinen Grand Prix mehr gewonnen. Ob er in einem Topteam der Formel 1 sofort wieder Spitzenleistungen abrufen könnte, weiß keiner so genau. Zumal er sich in den vergangenen Jahren mit diversen Ausflügen in andere Rennserien möglicherweise zu weit vom Grand-Prix-Sport entfernt hat.

Konkrete Gespräche mit Mercedes gibt es jedenfalls nicht. Wolff stellt klar: "Fernando versteht die Situation, dass wir zuerst eine Entscheidung treffen müssen, mit unseren jetzigen Piloten. Das ist die Integrität, die wir als Team haben, dass wir nicht parallel verhandeln, solange wir nicht selbst eine Entscheidung getroffen haben, wie wir weitertun wollen."

Bei Ferrari soll sich Alonso ebenfalls positioniert haben. Die Scuderia stellt aber klar, dass für 2020 "sicher kein" Interesse an Alonso oder Verstappen besteht: "Wir haben zwei Fahrer mit Vertrag und sind sehr zufrieden mit ihnen", sagt Teamchef Mattia Binotto gegenüber 'Sky' und ergänzt: "Unsere Paarung für nächstes Jahr ist fixiert. Ich sehe keinen Grund, warum wir daran etwas ändern sollten."

Alonso: Red-Bull-Wechsel wegen Honda ausgeschlossen

Und Red Bull? "Alonso ist ein absolutes No-Go für Honda", winkt auch Helmut Marko im Interview mit 'Motorsport-Total.com' ab. Immerhin bestätigt der Österreicher aber indirekt, dass es eine Kontaktaufnahme, in welcher Form auch immer, gegeben hat: "Die Alonso-Seite hat sich in Stellung gebracht."


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Immerhin: Sollte Alonso eine Rückkehr in die Formel 1 anstreben, dann würde ihm sein bisheriger Arbeitgeber McLaren keine Steine in den Weg legen. Neo-Teamchef Andreas Seidl hat zwar bereits klargestellt, dass er selbst nicht mit dem Spanier plant. Aber sollte er woanders ein Cockpit finden, würde man ihm dafür die Freigabe erteilen.

"Fernando ist und bleibt McLaren-Botschafter", sagt McLaren-Boss Zak Brown gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Wir haben ein großartiges Verhältnis und sprechen mit ihm über verschiedene Rennprogramme für die Zukunft." Diese hätten aber nichts mit der Formel 1 zu tun.

"Wenn er zurück in die Formel 1 will, dann freuen wir uns für ihn", sagt Brown und stellt klar: "Das wäre dann bei einem anderen Team, denn wir haben keinen Platz frei. Aber wenn er das will, dann würden wir das natürlich unterstützen."

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