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Fernando Alonso auch im Gelände spitze

Beim "Race of Champions" erzielte Fernando Alonso mit seinem Team den Sieg im Nationencup für Spanien

(Motorsport-Total.com) - Primus inter pares: Harri Rovanperä setzte sich am Wochenende auf dem "Circuito Ciudad Deportiva Islas Canarias" auf einem Rallye-Rundkurs im direkten Duell gegen die weltweite Motorsport-Elite durch und darf sich nun "Champion of Champions" nennen. 25.000 begeisterte Zuschauer ließen sich auch von gelegentlichen Regenschauern die gute Stimmung nicht verderben. Im Gegenteil: Der nasse Kurs bot wenig Grip, wodurch die aus dem Zwei- und Vierradsport gleichermaßen stammenden Starpiloten ihre Wagen in noch spektakuläreren Driftwinkeln über Asphalt und Schotter trieben.

Race of Champions

Auch in diesem Jahr sorgten die Rennstars für Spektakel

"Das gesamte Wochenende war eine riesige Erfahrung für mich", strahlte Peugeot-Pilot Rovanperä nach seinem ersten Auftritt auf der Kanarischen Insel. "Das Finale beim Nationen-Cup mit den All-Stars zu erreichen und dann auch noch den Einzelwettbewerb zu gewinnen, ist mehr als ich mir erträumt habe." In den Finalläufen des "Race Of Champions" traf der schnelle Finne auf Armin Schwarz, der sich dem Peugeot-Mann mit insgesamt einer knappen Sekunde Rückstand geschlagen geben musste. "Armin war wirklich ein harter Brocken", zollte der neue Meister der Meister dem zukünftigen Hyundai-Michelin-Piloten Respekt. "Wahrscheinlich war es ein Vorteil für mich, dass zwei der Finalläufe auf einem Seat Cordoba WRC ausgetragen wurden. Es ist zwar schon ein paar Jahre her, dass ich als Werksfahrer für Seat gefahren bin, aber geholfen hat es sicherlich"

Der Modus des von der einstigen Rallye-Vizeweltmeisterin Michéle Mouton in Zusammenarbeit mit Michelin organisierten "Race Of Champions" führt die Fahrer nach dem K.O.-System auf jeweils identischen Autos gegeneinander. Auf dem Parallel-Rundkurs kommt der Pilot in die nächste Runde, der zwei Läufe für sich entscheidet. Besonderen Reiz gewinnt die bei den Teilnehmern und Zuschauern gleichermaßen beliebte Veranstaltung durch die Vielfalt der eingesetzten Fahrzeuge. So drifteten neben den World Rally Cars à la Seat Cordoba WRC und dem neuen und alten Markenweltmeister Peugeot 206 WRC auch seriennahe Mitsubishi Lancer Evo VI Gruppe N oder bärenstarke Saab 9-3 aus der Rallye-Cross-Meisterschaft über den anspruchsvollen Kurs. Zu den alljährlichen Höhepunkten der Traditionsveranstaltung zählen für wahre Rallye-Enthusiasten auch die Auftritte der blitzsauber restaurierten Escort Mk I-Hecktriebler oder der Audi Sport quattro-Gruppe B-Boliden.

Auch die Vielfalt der Piloten lässt Motorsport-Herzen höher schlagen. Fast die gesamte Rallye-Elite fand sich auf der zu Spanien gehörenden Insel ein: der diesjährige Schweden-Sieger Harri Rovanperä, Routinier Armin Schwarz, Ex-Weltmeister Marcus Grönholm, Alister McRae, Korsika-Dominator Jesus Puras ? um nur einige zu nennen. Weiterhin bereichern Berühmtheiten aus anderen Motorsport-Serien traditionell den Event. NASCAR-Star Robby Gordon etwa fand den Weg über den Atlantik und griff ebenso ins Lenkrad wie Ex-Formel-1-Fahrer Johnny Herbert. Aus Deutschland reisten unter anderem Motorrad-Amazone Katja Poensgen sowie Audi-Pilot und Le Mans-Sieger Frank Biela an. Einen besonderen Eindruck hinterließ einmal mehr Motorradweltmeister Valentino Rossi: "Il dottore" fühlt sich auf vier Rädern offensichtlich ähnlich wohl wie auf seiner 500-ccm-Honda NSR und musste sich im Viertelfinale nur ganz knapp dem künftigen Mitsubishi-Piloten Alister McRae geschlagen geben.

Mit seinem Sieg reiht sich Harri Rovanperä in eine Liste klangvoller Namen ein. In den vergangenen Jahren gewannen bereits Größen wie Carlos Sainz, Tommi Makkinen, Colin McRae, Didier Auriol, Stig Blomqvist oder Juha Kankkunen den Titel den "Michelin Champion Of Champions"

Je oller, je doller

Alter schützt vor Siegen nicht: Obwohl seine aktive Zeit schon ein paar Jahre zurückliegt, bewies der ehemalige Rallye-Weltmeister Stig Blomqvist einmal mehr, dass er immer noch immer zu den größten Lenkrad-Akrobaten gehört. Bereits zum dritten Mal hintereinander gewann der Schwede den "Legends"-Titel im Rahmen des "Michelin Race Of Champions". Der Titelgewinner aus dem Jahr 1984 und seine Mitstreiter Timo Salonen, Per Eklund und Miki Biasion zeigten, dass sie absolut nichts von ihrem Können verlernt haben. Egal ob mit den etwas betagten aber liebevoll und perfekt restaurierten "Hundeknochen" Ford Escort Mk I, den über 500 PS starken Rallye-Cross Boliden Saab 9-3 Turbo oder dem modernen Mitsubishi Lancer Evo VI ? die Routiniers schonten weder sich noch das Material. "Vielleicht gelingt es ja irgendwann irgend jemandem, mir diesen Titel abzujagen", freute sich Blomqvist augenzwinkernd. Freiwillig wird er ihn sicher nicht abgeben.

Jugend forsch

Er kam, sah ? und siegte: Gleich bei seinem ersten Auftritt beim "Michelin Race Of Champions" konnte Francois Duval voll überzeugen. Der belgische Nachwuchsstar wurde im "Race Of Champions" erst im Halbfinale vom späteren Sieger Harri Rovanperä gestoppt. In der Juniorenwertung hatte er sich zuvor bereits als das Maß der Dinge entpuppt. Mit einer makellosen Laufsieg-Bilanz gegen den viermaligen portugiesischen Guppe N-Meister Miguel Campos, den Gruppe N-Weltmeister Gabriel Pozzo sowie den FIA Super 1600-Weltmeister Sebastien Loeb krönte sich Duval zum "Junior Rally Master". "Es ist eine ganz besondere Atmosphäre hier", zeigte sich der junge Mann, der im nächsten Jahr fünf Einsätze für das Ford Rallye Team fahren wird, beeindruckt. "Ich habe jede Minute genossen. Die Zuschauer sind einfach fantastisch. Es ist wirklich eine unglaubliche Ehre, Teil einer solchen Veranstaltung zu sein." Der im Finale unterlegene Loeb, im nächsten Jahr bei sieben WM-Rennen für Citroen und Michelin am Start, freut sich schon auf die Gelegenheit zur Revanche. "Duval fuhr wirklich schnell", zollte der Franzose Respekt. "Aber ich freue mich schon auf neue Duelle mit ihm, wenn wir beide im nächsten Jahr in der WM starten."

Fernando Alonso gewinnt für Spanien

Im Kampf um die beste Rallye-Nation gelang Spanien ein Sieg. Am Steuer waren neben Jesus Puras und Ruben Xaus auch Formel-1-Pilot Fernando Alonso: Zunächst einmal fand ich das Bremsen wirklich sehr schwierig. In der Formel 1 benutzen wir die Bremsen nur um das Tempo zu verzögern und es ist alles so präzise, bei der Rallye musst du jedoch die Bremsen ständig verwenden."

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