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  • 05.03.2015 · 10:44

  • von Dominik Sharaf

Fallbeil und Mentor: Sainz würdigt Zuchtmeister Marko

Der junge Spanier beschreibt das Red-Bull-Juniorprogramm als "sehr, sehr hart" und sieht in seinem Boss die entscheidende Instanz für große Karrieren

(Motorsport-Total.com) - Das Red-Bull-Juniorprogramm hat Stars wie Daniel Ricciardo oder - mit Abstrichen - Sebastian Vettel hervorgebracht, aber auch eine lange Liste von Toptalenten verschlissen. Aus Sicht des Carlos Sainz jun., der am nächsten Wochenende in Melbourne sein Formel-1-Debüt für Toro Rosso feiern wird, zeichnet ihr strenger Zuchtmeister die Nachwuchsförderung aus: "Wenn man einen Boss wie Helmut Marko hat und mit ihm als 15-Jähriger umgehen muss, ist er sehr hart", sagt Sainz 'Crash.net'.

Helmut Marko

Helmut Marko geigt seinen Junioren die Meinung, wenn es nötig ist Zoom

Im knurrigen Grazer, an dem schon viele hochgelobte Zukunftshoffnungen gescheitert sind, sieht er den Schlüssel zum Erfolg: "Du reifst als Mensch sehr, sehr stark und bist reifer als ein 16- oder 17-Jähriger. Das ist der Clou bei Red Bull", erklärt Sainz mit Blick auf seinen neuen Teamkollegen Max Verstappen, der als jüngster Pilot aller Zeiten in die Königsklasse kommt. Dabei wäre der Spanier zunächst selbst auf der Strecke geblieben, hätte Sebastian Vettel nicht Red Bull verlassen.

Er erinnert sich an den Rückschlag für die Karriereplanung, der ihn im Herbst 2014 auf dem Weg zum Titel in der Renault-World-Series (WSbR) ereilte: "Es war eine große Enttäuschung, denn ich mir sind die Dinge perfekt von der Hand gegangen", so Sainz, der das Cockpit von Nachrücker Daniil Kwjat erhielt. "Ob es meine Arbeitseinstellung oder ein glücklicher Umstand war, weiß ich nicht. Vielleicht ein wenig von beidem." Prüfungen wie diese hat er Red Bull längst verziehen.

Sainz über die Motorsport-Förderung des Brauseriesen: "Sie ist hart, es ist sehr hart. Sie können sich das auch erlauben. Warum? Weil sie Millionen für einen Fahrer auf den Tisch blättern, der 15 oder 16 Jahre alt ist und sie nicht wissen, ob er jemals Weltmeister wird." Für den Australien-Grand-Prix hat er sich vorgenommen, die Konkurrenz von Sauber und Lotus zu schlagen sowie das Ziel zu erreichen. "Punkte zu holen wird im ersten Rennen eine knackige Aufgabe", weiß Sainz.

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