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F1-Training Singapur: Sainz Schnellster nach Fehlern der Favoriten

Max Verstappen lag lange auf Bestzeitkurs, am Ende sicherte sich aber Carlos Sainz die Bestzeit im zweiten Freien Training beim Nachtrennen der Formel 1

(Motorsport-Total.com) - Carlos Sainz sicherte sich die Bestzeit im zweiten Freien Training zum Grand Prix von Singapur. Der Ferrari-Pilot meisterte den Marina Bay Street Circuit unter Flutlicht in 1:42.587 Minuten und verwies seinen Teamkollegen Charles Leclerc (+0,208) und George Russell (Mercedes/+0,324) auf die Plätze.

Carlos Sainz

Carlos Sainz sicherte sich die Bestzeit im zweiten Freien Training in Singapur Zoom

Doch die Rundenzeiten zu interpretieren, das ist nach zwei Stunden Training schwierig. Eins scheint klar zu sein: Russell und sein Mercedes-Team sind wie erwartet näher dran als zuletzt. "Es war nicht die erste Runde, es war keine saubere Runde", sagt 'ORF'-Experte Alexander Wurz über Russells drittbeste Zeit. "Die richtige Messlatte fehlt heute. Das wäre Verstappen."

Der Titelverteidiger, dessen Red-Bull-Team am Freitag auch wegen eines mutmaßlichen Verstoßes gegen die Finanzregeln der Formel 1 in der Saison 2021 ein großes Thema war, ging erst spät auf Zeitenjagd. 15 Fahrsekunden vor Ende seiner Runde war er noch auf Bestzeitkurs; am Ende fehlten aber 0,339 Sekunden und er wurde Vierter.

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Red Bull: Probleme bei Verstappen "mannigfaltig"

Verstappen stand lange Zeit an der Box. Die Ursache dafür waren "mannigfache Probleme", sagt Helmut Marko im Interview mit dem 'ORF'. "Bei Max sind die Set-up-Änderungen aus irgendeinem Grund nicht eingetreten. Bei der Verstellung ist etwas danebengegangen. Die Ursache hat man noch nicht gefunden."

Aber der Red-Bull-Motorsportkonsulent glaubt nicht an einen elementaren Wettbewerbsnachteil: "Das ist etwas, was wir heute Abend finden werden. Für die wenigen Runden, die er gefahren ist, war die Zeit okay. Wenn wir das wegkriegen, sind wir vorn dabei."

Interessant, dass diesmal neben den Top 4 gleich vier weitere Fahrer weniger als eine Sekunde Rückstand auf die Bestzeit hatten: Lewis Hamilton (5./Mercedes/+0,595), Esteban Ocon (Alpine/+0,825), Valtteri Bottas (Alfa Romeo/+0,844) und Fernando Alonso (Alpine/+0,933).


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Sainz' Bestzeit hielt auch, weil andere Fehler machten. Leclerc etwa musste nach einem Problem lange Zeit in der Box bleiben, und als er gegen Ende wieder rausging, fuhr er zwar im ersten und zweiten Sektor persönliche Bestzeit, doch für ganz nach vorn reichte es nicht mehr. Und auch Verstappens finale Attacke war nicht fehlerfrei.

Als Geheimfavorit war Mercedes ins Wochenende gegangen. Für ganz vorn wird es wohl nicht reichen, aber: "Obwohl das Auto massiv hoppelt, sind wir nicht so weit weg", sagt Hamilton. "Uns fehlt vielleicht eine Sekunde, würde ich sagen. Irgendwas um den Dreh."

Deutsche fahren ihren Teamkollegen hinterher

Aus deutscher Sicht gab es am Freitag kein besonderes Erfolgserlebnis. Sebastian Vettel beendete das zweite Training an zwölfter Stelle, 0,267 Sekunden hinter seinem Aston-Martin-Teamkollegen Lance Stroll (10.). Und auch Mick Schumacher (19./+3,036) war langsamer als Haas-Teamkollege Kevin Magnussen (13.), um 1,201 Sekunden.

Zu einer spektakulären Szene kam es am Freitagabend bei AlphaTauri. Pierre Gasly (14./+1,882) war gerade zurück an die Box gekommen, als es im Bereich der Airbox zu brennen begann. Während seine eigene Crew noch nach einem Feuerlöscher suchte, eilte ein Mechaniker von Boxennachbar Aston Martin herbei und schaffte Abhilfe. Passiert ist dabei letztendlich nichts.

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