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Exklusiv: Allan McNish über den Toyota-Test in Monza

Drei Tage lang testete Toyota in Monza, trotz zahlreicher Probleme zeigt sich Allan McNish zufrieden

(Motorsport-Total.com) - Vom 11. - 13. Juni testete Toyota wie vom FIA-Reglement vorgeschrieben alleine in Monza, um sich auf das Formel-1-Debüt im Jahr 2002 vorzubereiten. Nach den ermutigenden Tests vergangene Woche in Imola, lief es diesmal nicht so reibungslos ab. Geplagt von technischen Problemen legte Allan McNish am ersten Testtag auf der italienischen Hochgeschwindigkeitsstrecke nur 24 Runden zurück, am Nachmittag wurde er von Getriebeproblemen eingebremst. Die Bestzeit am Montag betrug 1:31.140 Minuten - zum Vergleich: BMW-Williams-Pilot Juan-Pablo Montoya fuhr bei Testfahrten Ende Mai in Monza eine Bestzeit von 1:24.677 Minuten.

Mika Salo

Mika Salo am Mittwoch bei den Toyota-Testfahrten in Monza Zoom

Am Dienstag kam der Schotte auf 35 Runden am Vormittag, bis sich wegen eines Leistungsverlusts ein Motorwechsel nicht vermeiden ließ. Bis dahin hatte sich der Toyota-Testfahrer auf eine Bestzeit von 1:29.680 Minuten gesteigert. "Aus verschiedenen Gründen konnten wir nicht so viele Testkilometer auf diesem Kurs fahren, wie wir das gerne getan hätten", so McNish. "Die Strecke war ziemlich rutschig und hatte wenig Grip, was uns nicht gerade behilflich dabei war, unsere Ziele zu erreichen."

Am Morgen des letzten Testtags, dem heutigen Mittwoch, meinte Toyota-Testteammanager Andy Beaven: "Insgesamt sind wir bis jetzt mit den Testfahrten trotz aller Probleme zufrieden, aber wir wollen uns natürlich noch verbessern." Gegen 9:00 Uhr setzte sich erstmals wieder Mika Salo ans Steuer und war auf Anhieb nach seinem schweren Unfall flott unterwegs. Er drehte 16 Runden mit einer Bestzeit von 1:30.230 Minuten, bis erneut Probleme am Motor auftraten und das Team erst gegen 17:00 Uhr wieder auf die Strecke ging um nur noch ein paar weitere Runden zu drehen.

Immerhin konnte Salo zum Schluss mit 1:29.136 Minuten noch eine neue Teambestzeit fahren. Insgesamt konnte der 34-Jährige am letzten Testtag 25 Runden zurücklegen, natürlich viel zu wenig. "Es war großartig, heute wieder in das Auto zurückzukehren", so ehemalige Sauber-Pilot. "Es ist schon eine ganze Weile her, als ich das letzte Mal ein Formel-1-Auto fuhr, aber jetzt ist mein Rücken wieder völlig in Ordnung und ich habe mich gut wieder eingewöhnt. Alles in allem bin ich mit der Leistung des Autos zufrieden, aber es war frustrierend, dass wir nicht mehr Kilometer fahren konnten."

Bei dem Test fiel auf, dass der Wagen besonders in den schnellen Kurven ruhig auf der Straße liegt, auch wenn Mika Salo sich einmal verbremste und dabei eine Schikane ausließ. Der Sound des japanischen Zehnzylinders ist eine wahre Wonne: Das grelle Kreischen lässt auf hohe Drehzahlen schließen und insgesamt klingt das Aggregat sehr sauber.

Toyota wird seine Testserie Ende des Monats in Paul Ricard fortsetzen und man wird versuchen, auf allen permanenten Rennstrecken - also zum Beispiel auch in Brasilien, Japan und Malaysia - weitere Erfahrungen zu sammeln.

Am Mittwochnachmittag hatten wir die Gelegenheit, Allan McNish zu seinen bisherigen Erfahrungen mit dem Toyota-Formel-1-Testteam zu befragen:

F1Total.com:: "Wie ist Ihr Gesamteindruck von den bisherigen Tests?"
McNish: "Nach drei Tests in Paul Ricard und dem Imola-Test bin ich sehr zufrieden. Ich hätte damit gerechnet, dass wir schon eher Probleme wie hier in Monza bekämen. Aber, das Gesamtpaket aus Chassis, Getriebe und Motor ist sehr erfolgversprechend. Wir haben genug Power und auch die Drehzahlen stimmen. In Imola haben wir außerdem genug Informationen und Daten gesammelt, die Bremsen waren in Ordnung, aber wie Sie wissen, fahren wir ja im nächsten Jahr mit einem ganz neuen Auto."

F1Total.com:: "Können Sie sagen, wie hoch der Motor dreht?"
McNish: "Sicher, aber leider nicht Ihnen! Jedenfalls kann man mit dem Auto richtig Gas geben..."

F1Total.com:: "In Imola hätten Sie sich mit Ihrer Zeit für den Grand Prix qualifiziert."
McNish: "Wissen Sie, ich halte nichts von diesen Hochrechnungen. Es gilt einzig und allein der Vergleich bei gleichen Bedingungen. Genauso die Frage, wer ist schneller - Schumacher oder Häkkinen? Man kann sagen Schumacher ist schneller als Barrichello, mehr aber nicht. Gleiche Bedingungen, gleiches Auto, das zählt."

F1Total.com:: "Hier in Monza sind Sie nicht so viel zum Fahren gekommen?"
McNish: "Ja, und gerade hier hätten wir viele Runden gebraucht, denn Monza ist eine ganz besondere Strecke, vergleichbar vielleicht mit Hockenheim, wo der Vollgasanteil auch sehr hoch ist."

F1Total.com:: "Ich will Sie jetzt nicht bloßstellen, aber warum fuhr Mika heute morgen auf Anhieb eine Sekunde schneller als Sie?"
McNish: "Ganz einfach, er hat eine Schikane ausgelassen!"

F1Total.com:: "Sie scherzen?"
McNish: "Nein, so war es gewesen."

F1Total.com:: "Vielen Dank, ich hoffe Sie nächstes Jahr bei den Grand Prix zu sehen!"

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