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Ex-Formel-1-Pilot Chilton: "Froh, nicht mehr dabei zu sein"

Der ehemalige Marussia-Pilot Max Chilton tummelt sich in Amerika und bei der Langstreckenweltmeisterschaft und scheint die Formel 1 nicht zu vermissen

(Motorsport-Total.com) - Mit dem vorläufigen Aus des Marussia-Teams während der Formel-1-Saison 2014 endete auch vorerst die Karriere von Max Chilton in der Königsklassen. Der Brite ließ deswegen aber nicht den Kopf hängen, hielt sich fit, engagierte sich im Familienbetrieb und hat mittlerweile einen Platz bei Nissan in der Langstreckenweltmeisterschaft (WEC) ergattert. Seiner ehemaligen Anstellung weint er daher keine Träne nach.

Max Chilton

Max Chilton interessiert sich momentan wenig für die Formel 1 Zoom

"Ich bin froh, dass ich jetzt andere Sache mache", sagt Chilton gegenüber 'Crash.net'. "Ich habe viel lernen können und mir wurde die Chance dazu gegeben, aber ich muss mich auf meine eigene Karriere konzentrieren. Der Barcelona-Grand-Prix war das erste Rennen, bei dem ich Zuhause war, und das ich sehen konnte. Es ist beeindruckend, wie schnell man den Bezug zu machen Dingen verlieren kann."

Chilton war 2013 in die Formel 1 eingestiegen. An der Seite des im vergangenen Jahr schwer verunglückten Jules Bianchi bildete er die Fahrerpaarung bei Marussia, die sich am Ende des Feldes lediglich mit Caterham einen Kampf um die letzten Plätze stellen konnten. Nachdem beide Hinterbänkler-Teams im Oktober 2014 Insolvenz anmelden mussten und erst einmal aus dem Renngeschehen gezogen wurden, musste auch Chilton sich von Königsklasse verabschieden.

Chilton fand schnell Ablenkung

Obwohl Manor-Marussia mittlerweile wieder in die Startaufstellung zurückgekehrt ist, wird Chilton nicht mehr mit dem Team in Verbindung gebracht. "Wir haben im vergangenen Jahr schon Probleme mit der Pace gehabt und hingen bis zu dreieinhalb Sekunden hinterher", beurteilt er die Situation seines ehemaligen Arbeitgebers. "Aber in diesem Jahr scheinen es ja bis zu fünf Sekunden Rückstand zu sein."

Der 24-Jährige kommt daher damit zurecht, in anderen Bereichen auf Zeitenjagd zu gehen. "Das Jahr hat traurig geendet, aber so etwas kann einem im Motorsport passieren. Ich entschied mich zum Beispiel, meinen ersten Halb-Marathon zu laufen und dabei die bestmögliche Zeit zu erreichen. Ich hatte neun bis zehn Wochen, in denen ich mich nur aus Laufen konzentrieren konnte, weil ich nicht wusste, wie es mit dem Rennfahren weiter gehen wird. Kurz danach kam die Indy-Lights-Sache und dann Nissan."

In der amerikanischen Indy-Lights-Serie unterstütze Chilton den Einstieg des Carlin-Teams, zu dessen Besitzern sein Vater gehört. In der WEC freut sich der Brite auf sein Debüt bei den 24 Stunden von Le Mans im kommenden Monat.

"Der größte Unterschied besteht darin, sich das Auto mit jemand anderem teilen zu müssen", so Chilton über die Langstreckenweltmeisterschaft. "Daran habe ich mich aber schnell gewöhnen können und es kommt auch meinem Fahrstil entgegen. Ich habe schon immer versucht, das Auto so sicher wie möglich nachhause zu bringen, was mir in Le Mans helfen könnte." Chilton hatte in seiner Rookie-Saison in der Formel 1 alle 19 Rennen beenden können und stellte damit einen Rekord auf. Die Serie hielt bis zu seinem 26. Rennen in der Königsklasse an, als er mit seinem Teamkollegen in Kanada kollidierte.

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