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  • 03.12.2013 · 16:26

  • von Stefan Ziegler

Ex-Formel-1-Designer: GP2 bald schneller als Formel 1?

Aufgrund der Regeländerungen in der Formel 1 könnte die Nachwuchsserie GP2 im kommenden Jahr schneller sein als die Königsklasse, vermutet ein Designer

(Motorsport-Total.com) - 2014 wird alles anders. Und dabei könnte es zu überraschenden "Nebenwirkungen" kommen, wie der ehemaliger Formel-1-Designer Enrique Scalabroni vermutet. Der Argentinier, der zwischen 1985 und 2002 unter anderem für bekannte Rennställe wie Ferrari, Lotus und Williams gearbeitet hat, sieht das neue Reglement der Formel 1 auch kritisch und dadurch den Status als Königsklasse in Gefahr.

Start in Suzuka 2013

Wäre die Formel 1 noch die Königsklasse, wenn die GP2 schneller sein würde? Zoom

"Ich bin nur ungern ein Schwarzmaler, aber es würde mich nicht überraschen, wenn ein GP2-Auto schneller wäre als ein Formel-1-Fahrzeug. Du musst nur ein paar einfache Berechnungen anstellen, um zu erkennen, dass es so weit kommen könnte", sagt Scalabroni der spanischen Zeitung 'El Mundo Deportivo'. Zumindest zu Beginn der Entwicklungsphase in der Formel 1 könne es eng werden, meint er.

Und warum? Weil sich die Formel 1 im kommenden Jahr von den bisherigen 2,4-Liter-V8-Motoren verabschiedet und fortan auf 1,6-Liter-V6-Turbomotoren setzt. Hinzu kommt, dass es auch auf Seiten der Aerodynamik einige Veränderungen geben wird, weshalb die Formel-1-Autos der Generation 2014 im Vergleich zu ihren Vorgänger-Fahrzeugen aus der Saison 2013 wesentlich langsamer sein sollen.

Um mit der Formel 1 gleichzuziehen, müsste die GP2 jedoch etwa sieben bis acht Sekunden pro Runde aufholen. Oder wie Scalabroni befürchtet: Die Formel 1 wird zur Saison 2014 aufgrund der neuen technischen Bestimmungen um etwa diese Zeitmenge langsamer. "Und das bereitet einigen Leuten ziemliches Kopfzerbrechen", sagt der frühere Formel-1-Designer, ohne aber Namen zu nennen.

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